Lurchi, der Feuersalamander

Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) ist in feuchten Laubmischwäldern mit klaren Quellbächen und Kleingewässern in den Hügel- und Bergregionen von Süd- und Mitteleuropa zuhause. Er hat etliche lokale Namen und je nach Region nennt man ihn auch Erdmolch, Regenmolch, Gelber Schneider oder Regenmännchen. Obwohl er mit einer Größe von bis zu 20 cm und seinen leuchtend gelben Punkten und Linien auf schwarzer glatter Haut sehr auffällig aussieht, ist sein Vorkommen durch seine versteckte Lebensweise vielerorts noch unentdeckt.  Er versteckt sich tagsüber unter Steinen, Nischen, Höhlen oder Baumwurzeln und Totholz. Der Vertreter der Schwanzlurche ist vorwiegend nachtaktiv und kommt in der Dämmerung zur Nahrungssuche heraus. Er ernährt sich von kleinen bis mittelgroßen Schnecken, Käfern und Asseln und Wasserlarven. 

 

Feuersalamander können in der Wildnis bis zu 20 Jahre alt werden. Ihre Geschlechtsreife erlangen sie mit zwei bis vier Jahren. Nach der Paarung trägt das weibliche Tier etwa acht bis neun Monate lang die Embryonen aus. Wenn im Frühling die Temperaturen und die Luftfeuchte steigen, verlassen die trächtigen Weibchen ihr Winterquartier und wandern nachts zu den nahegelegenen Gewässern.  Dort setzt es die kiementragenden Larven in ihren Eihüllen im stilleren Uferbereich ab. Die Eihüllen platzen bei der Geburt auf, die Larven werden in das Wasser entlassen; der Feuersalamander ist somit lebendgebärend. Dieser Vorgang kann mehrere Tage in Anspruch nehmen.

 

Gegen Fressfeinde und Hautparasiten wehrt sich der Feuersalamander durch sein giftiges Sekret, welches er durch die Ohrendrüsen bei Gefahr absondert. Das Sekret führt bei Berührung zu leichtem Brennen, kann allerdings bei empfindlichen Personen zu stärkeren Reaktionen führen.