Naturschutzgebiete in Sinsheim

Feuchtgebiete am Ilvesbach ;    Foto: R.Barg
Feuchtgebiete am Ilvesbach ; Foto: R.Barg

Natuschutzgebiete (NSG)  in Sinsheim: Wußten Sie schon?

von Jörg Fürstenberger

 

Auf der Gemarkung Sinsheim (also Sinsheim und Ortsteile) gibt es insgesamt 6 Naturschutzgebiete: NSG „Bockscheuer“ (dieses befindet sich zwischen Sinsheim, Dühren und Hoffenheim hinter dem Tierheim), NSG „Brühlwiesen“  (dieses befindet sich zwischen Rohrbach u Steinsfurt, in Fahrtrichtung Rohrbach rechter Hand über der Elsenz), NSG „Feuchtgebiete am Ilvesbach“ (dieses beinhaltet im wesentlichen den Rauwiesensee hinter dem Stadion Sinsheim, das Gebiet erstreckt sich von der Autobahn bis über die Straße nach SNH-Weiler hinaus am Ilvesbach entlang), NSG „Hilsbacher Bruchwiesen“ (in Sinsheim Hilsbach), NSG „Hoffenheimer Klinge“ (dieses befindet sich zwischen Sinsheim u Hoffenheim, in Fahrtrichtung Hoffenheim rechter Hand ca. 2 km vor Hoffenheim.) und NSG „Steinbruch Kirchardter Berg“ (Steinsfurt Richtung Autobahn nach den Bahnschienen links)  Alle Naturschutzgebiete sind z.B. über Google Maps oder ähnliche Anbieter über die oben genannten Namen auffindbar und die Gebiete sind im normalen Kartenmaterial auch  entsprechend vermerkt. Für jedes Naturschutzgebiet finden Sie in den Unterrubriken die Besonderheiten und zusätzliche Informationen. 

 

Flächen in einem NSG können sowohl in privatem als auch öffentlichen

(z.B. Stadt, Land)  Eigentum sein. Für alle Eigentümer gelten spezielle Vorschriften, wie die Grundstücke zu behandeln und bewirtschaften sind, um den Schutzzweck des  jeweiligen NSG zu erhalten. Die Naturschutzgebiete beinhalten einzigartige Landschaftsformationen sowie eine Vielzahl seltener und schützenswerter Tier- und Pflanzenarten. Weiter unten sind die wichtigsten Infos zu den einzelnen NSG in Sinsheim aufgeführt. 

 

Alle NSG wurden letztmalig in den 1990-Jahren „kartiert“. Kartiert bedeutet, daß über den Vegetationszyklus hinweg (also von März bis Oktober) eine Bestandsaufnahme des Gebiets insbesondere der darin lebenden Pflanzen- und Tierarten vorgenommen wurde. Auch wurden in diesem Zusammenhang Pflegepläne erstellt, z.B. wie Grundstücke zu mähen sind. Entsprechende Aufgaben werden von den Grundstückseigentümern, dem Pflegetrupp der Naturschutzbehörde aber z.B. auch der Stadt Sinsheim oder ortsansässigen Landwirten übernommen.

 

Der NABU Sinsheim übernimmt hier mittlerweile auch erste Arbeiten, z.B. das Freilegen der Schautafel und Herrichten von Schildern am Rauwiesensee in 2014. Hier sind weitere Arbeitseinsätze geplant. Interessierte sind hier jederzeit herzlich willkommen.

 

Zusätzlich möchte der NABU in den nächsten beiden Jahren in Abstimmung mit den Naturschutzbehörden die Kartierungen aktualisieren. Hier soll untersucht werden, was  sich in den Gebieten  verändert hat, z.B.  kommen seltene Pflanzen-, Vogel- oder Insektenarten noch im Gebiet vor oder sind sogar neue Arten zugewandert. Hierfür planen wir auch eine Zusammenarbeit mit der UNI Heidelberg sowie mit örtlichen Behörden und Vereinen. 

 

Naturschutzgebiete unterliegen bestimmten Bedingungen, um die seltenen und geschützten Tiere und Pflanzen nicht übermäßig zu stören und schädigen. So dürfen z.B. nur die ausgewiesenen Wege verwendet werden, Hunde sind an der Leine zu führen. Leider gibt es insbesondere am Rauwiesensee immer wieder Spaziergänger außerhalb der markierten Wege oder nicht angeleinte Hunde.