Adersbacher Krötenstatistik

Mittelwert Weibchen: 634 pro Jahr

 

Mittelwert Männchen: 1884 pro Jahr

 

Mittelwert gesamt: 2519 pro Jahr

 


Amphibienhilfe bei Zuzenhausen

Zwischen dem 9.3. und 08.04.18 wurden 3066 Amphibien gerettet!

Inzwischen würde der Zaun wieder abgebaut, da es schon viele Rückkehrer gibt. Die Straßensperrung und die Sammlung wird noch ein paar Tage aufrecht erhalten, um den Kröten sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg weiterhin zu helfen.


Aus der RNZ, Sinsheimer Ausgabe, vom 6.März 2018
Aus der RNZ, Sinsheimer Ausgabe, vom 6.März 2018

Fazit der Amphibiensammlung Zuzenhausen

Anläßlich eines Abschlußvespers, zu dem Bürgermeister Steinbrenner die ehrenamtlichen Helfer*Innen eingeladen hatte, zogen nun alle Beteiligten ein Fazit zur diesjährigen Amphibienwanderung rund um die Horrenberger Strasse.

 

Aufgrund der vielen getöteten Erdkröten der vergangenen Jahre wurde dieses Jahr durch den NABU Sinsheim erstmalig ein mobiler Amphibienschutzzaun mit 500 m Länge im neuralgischen Bereich aufgestellt.  Notwendig erschien dies, da trotz nächtlichem Durchfahrtverbot eine Vielzahl von Fahrzeugen die entsprechende Strecke befuhr.  Eine stationäre Schrankenanlage war nicht umsetzbar, da die Strecke als Rettungsweg genutzt werden muß.

 

Parallel hierzu wurde ein Aufruf an die örtliche Bevölkerung und  in der Umgebung gestartet, wer Interesse hat, hier während der Wanderzeit zu unterstützen. Hierauf meldeten sich 22 Ehrenamtliche, von denen 9 aus Zuzenhausen kommen. Bei den Helfern waren auch einige Kinder. Die weiteste Anreise zum Sammeln hatte  eine Helferin aus Mannheim.

 

Erstmals wurden die Amphibien dieses Jahr gezählt, dies erlaubt in Zukunft eine Kontrolle der Bestandsentwicklung, um ggf auf negative Veränderungen schnell reagieren zu können.  Insgesamt konnten in der 6 wöchigen Wanderzeit im Februar und März 2450 Erdkröten, 29 Bergmolche und 8 Braunfrösche sicher über die Straße gebracht werden. Dies ist auch für Experten eine unerwartet hohe Zahl.

 

Trotz intensiver Aufklärungsarbeit der Ehrenamtlichen und mehrfachen Hinweisen in der Presse missachtete leider weiterhin eine Vielzahl von Fahrzeugen das nächtliche Durchfahrtverbot, häufig auch regelmäßig. Dies ist umso bedauerlicher als bei Vergleichsfahrten ein Mehraufwand von max. 2-5  Minuten für die Alternativroute über Meckesheim ermittelt wurde.

 

Im Sammelzeitraum erfolgten daher mehrere Kontrollen der Polizei. Auch wurde eine Reihe von Fahrzeugen an das Ordnungsamt Sinsheim gemeldet.  Hierdurch hat sich die Anzahl der durchfahrenden Fahrzeuge zum Ende des Sammelzeitraums hin etwas reduziert. Es bleibt zu hoffen, daß die begonnene Verhaltensänderung der Autofahrer auch im nächsten Jahr anhält.

 

In 4 Fällen wurden Autos durch die Fahrer als „Waffe“ benutzt und Ehrenamtliche darunter auch Kinder durch plötzliches „Gas geben“ und „einlenken“ bewußt bedroht. Die juristische Aufarbeitung dieser Fälle hält noch an.

 

Als Verbesserungspotential für das nächste Jahr soll ein zusätzlicher Bereich oberhalb des Hundesportvereins mit dem Amphibienschutzzaun ausgestattet werden, da auch hier eine nennenswerte Wanderbewegung stattfindet. 

 

Herr Bürgermeister Steinbrenner bedankte sich zum Abschluß nochmals im Namen der Gemeinde herzlich bei allen Helfer*Innen für ihr Engagement bei Regen, Wind und Kälte und trotz Gefährdung hier zu sammeln, ebenso auch bei den Kollegen des Bauhofs für das Aufstellen der Beschilderung morgens und abends sowie auch bei Polizei, Ordnungsamt Sinsheim und der Unteren Naturschutzbehörde für die gute Zusammenarbeit.

 

Die nächsten Wochen werden nun zeigen, wie sich die neue Generation im Laichgewässer entwickelt.

Bericht: J.Fürstenberger, 26.04.2017

 

Die Adersbacher Krötenbilanz 2017

Die  Krötenrettung an der Kreisstraße zwischen Adersbach und Steinsfurt läuft seit vielen Jahren bestens. Privat organisiert und mit vielen Jugendlichen Helfern hat sich eine feste Gruppe etabliert. Der Anzahl der geretteten Kröten konnte von anfangs einigen hundert Kröten auf mehrere tausend gesteigert werden.

Der Aufwand ist allerdings beträchtlich, bei Wind und Wetter müssen täglich , manchmal mehrmals, etliche hundert Meter Zaun abgegangen werden

­­­Krötenwanderung Adersbach 2017

 

25.2.  13.30 – 16.00 Uhr Aufbau: Uwe. Husterer, Werner Husterer, Regine Pfeil, Peter Pfeil, Johanna Pfeil, Katherina Pfeil, Petra Frey.

 

Datum

Name   

Temp.

 Erdkröten

 M    W    DD

Grasfrosch

M       W

 Feuer-salamander

Tages-

summe

Gesamt-

summe

 

Mo, 27.2.

Uwe.

7° R

5

 

 

 

 

 

5

5

 

Di, 28.2.

-

5° F

 

 

 

 

 

 

-

5

 

Sa, 4.3.

Uwe. /Petra / Uli Rotenhöfer

8° T

43

2

2

 

 

 

49

54

 

Mo, 6.3.

Uwe. / Andreas Vierling / Mira Vierling

7° R

6

1

1

 

 

 

9

63

 

Do, 9.3.

      20.00

      01.00

Andreas / Mira / Uwe./ Matthias Höver/ Uli /

Matthias Hummel

11° N

359

 

219

20

123

 

79

 

 

 

625

 

377

688

 

1065

 

Fr, 10.3.

Uwe. / Matthias Höver /

Matthias Hummel + Freunde

6° T

5

1

3

 

 

 

12

1077

 

Sa, 11.3.

Uwe. / Mira /Lukas Schmitt / Jesse Höver / Magdalena Höver

6° T

2

 

 

 

 

 

2

1079

 

So, 12.3.

Uwe. / Petra, / Jesse, / Magdalena

7° T

1

 

1

 

 

 

3

1082

 

Mo, 13.3.

-

5° T

-

-

-

 

 

 

-

 

 

Di, 14.3.

Uli

6° T

100

7

23

 

 

 

153

1235

 

Mi, 15.3.

Andreas / Uwe. /Uli

10° T

178

2

68

 

 

 

316

1551

 

Do, 16.3.

Uwe. / Jesse / Andreas / Mira / Alicia Vierling / Marisa Poschke / Uli

11° T

61

9

29

 

 

 

128

1679

 

Fr, 17.3.

Uwe. / Jesse / Uli

11° T

131

21

72

 

 

 

296

1975

 

Sa, 18.3.

Uwe. /Lukas / Andreas / Mira / Uli

8° N

208

32

133

 

 

 

506

2481

 

So, 19.3.

Uwe. / Matthias / Jesse / Uli

10° R

140

6

76

 

 

1

298

2780

 

Mo, 20.3.

Petra / Mira / Magdalena / Uli

10° F

18

1

12

 

 

 

43

2823

 

Di, 21.3.

Uli    ( Zaun hoch)

6° F

3

-

2

 

 

 

7

2830

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abbau. 1.4.

Jürgen Vierling / Uwe. / Gine / Peter / Johanna / Katherina / Matthias

 

 

 

Gesamt-

ergebnis

 

 

  M

2103

   W

  726

 

 

 

 

 

1

 

 

2830

 

                                 

( T = trocken / F = feucht / N = nass / R = Regen)

 

Spontane Helfer beim Krötensammeln

April 2017: Das Krötensammeln zwischen Zuzenhausen und Horrenberg wurde ganz fantastisch unterstützt von vielen regelmäßigen Helfern, und gelegentlich am Wochenende, so wie hier,  auch von spontan Zupackenden. Diese Familien kamen man Samstagabend zum Krötensammeln und wegen des warmen, feuchten Wetters lohnte es sich da auch so richtig! In zwei Tagen wurden mindestens 600 Kröten gerettet, insgesamt liegt die Zahl bei diesem Übergang schon bei rund 2000 gesammelten Kröten. Ganz vielen Dank an alle Helfer und besonders auch an Jörg Fürstenberger, der die Aktion organisiert und betreut!


Anfang März 2017: Start der Krötenwanderung

Amphibienschutzzaun in Zuzenhausen gestellt

Mehr als 600 m Amphibienschutzzaun  stellten jetzt erstmals Ehrenamtliche aus Zuzenhausen und Umgebung sowie dem NABU. Ein ganz herzliches  Dankeschön an alle freiwilligen HelferINNEN.  
Diese Maßnahme im besonders betroffenen Bereich wurde erforderlich, da trotz Durchfahrverbot viele Fahrzeuge die Strecke auch nachts nutzen und in den vergangenen Jahren zahllose Kröten überfahren wurden. In diesem Jahr werden daher zusätzlich zur  weiterhin in den Nachstunden gültigen Strassensperrung die Kröten morgens und abends entlang des Zaunes und dem Umfeld  abgesammelt und über die Strasse zu ihren Laichgewässern gebracht.  Dabei werden diese auch gezählt, um mehr Informationen über die Größe und Entwicklung der Population zu erhalten.
Ein vorwitziger Springfrosch wollte unbedingt als erster gezählt werden und setzte sich gleich am Zaun in Positur.
Nach der aktuellen Wetterprognose wird die Krötenwanderung bereits kommende Woche voll beginnen, einzelne Amphibien sind schon seit einigen Tagen unterwegs.
Die Sperrung  ist weiterhin erforderlich, da trotz des Zaunes Amphibien in verschiedenen Bereichen der Horrenberger Strasse unterwegs sind. Wir bitten alle Autofahrer um Beachtung.
Wer noch Zeit und Lust hat, gelegentlich oder regelmäßig beim Sammeln der Kröten zu helfen, bitte hier melden

Amphibienhilfe an der Kreisstraße

3510 Weibchen, Männchen und Doppelpacks – das ist das  Ergebnis der Krötensammlung 2015 auf der Kreisstraße zwischen Adersbach und Steinsfurt. Begonnen hatte alles 1994 in Zusammenarbeit mit der Stadt, damals noch Herrn Münch, der sich um den Krötenzaun und die Beschilderung kümmerte. Seitdem sammeln jedes Jahr Ehrenamtliche, Kinder, Jugendliche und Erwachsene, um Matthias Höver und Uwe Husterer aus Adersbach, Rohrbach und auch aus Reihen kurz nach Anbruch der Dunkelheit ein bis drei Stunden lang in vier Wochen die Kröten, manchmal auch andere Amphibien ein, die es über die Kreisstraße Richtung Kläranlage zieht. Akribisch wird dabei Buch geführt. Es ist erfreulich dadurch festzustellen, dass sich der Aufwand lohnt. Denn hatte die Gruppe 1994 mit 656 eingesammelten Tieren begonnen, so lag der Höhepunkt bisher 2010 und 2011 bei 4088 Exemplaren.

Dabei gibt es zwei Probleme: Zum einen hat sich leider die Anzahl der Helferinnen und Helfer nicht erhöht. Helfermangel kann im Laufe der nächsten Jahre tragische Folgen für die Amphibien haben, wenn dieses Problem nicht aktiv angegangen wird.

Zum anderen ist das Sammeln auf der Kreisstraße im Dunkeln nicht ungefährlich. Es hat seinen Grund, warum es dort nachts zur Krötenwanderungszeit eine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt. Nicht zum Schutze der Amphibien, sondern zum Schutze der Sammler. Leider ist die Kreisstraße als inoffizielle Rennstrecke beliebt, so dass auch zu den Sammelzeiten viel durchgerast wird, trotz der Tempobeschränkung. Was aber den meisten nicht bekannt ist: die Kröten fangen im beginnenden Frühjahr ab einer Außentemperatur von 7 Grad an zu wandern. Wenn sie dann auf der Straße ankommen, ist diese aber noch kälter, und das bremst die Kröten so sehr, dass sie kaum von der Stelle kommen. Statt normalerweise in einer bis zwei Minuten die Straße überquert zu haben, kann es dadurch bis zu einer Stunde dauern. Würden die Freiwilligen die Tiere nicht aufsammeln und über die Straße hinwegtragen, wäre die gesamte Straße voll von Tieren – dann könnte man kaum noch durchfahren. Da nicht alle Amphibien zurückwandern und da es nach ca. 4 Wochen auf der Rückreise wärmer ist, gibt es auf der wärmeren Straße nicht mehr dieses Problem.

Diese ehrenamtliche Tätigkeit über die Jahre hinweg zeigt, wie sinnvoll, notwendig und lohnenswert es ist, sich für die Natur einzusetzen. An dieser Stelle einmal ein ganz herzliches Dankeschön an alle Sammlerinnen und Sammler!

Von Birgit Baumann

 

>>Hier findet man die Statistiken zum Adersbacher Krötenzaun