Elsenzforscher unterwegs

Impressionen vom Ferienprogramm mit dem Ökomobil

Elsenzforscher gesucht – das Ökomobil war zu Besuch

 

 In diesem Jahr war es dem NABU Sinsheim gelungen, das Ökomobil, ein rollendes Naturschutzlabor der staatlichen Naturschutzverwaltung Baden-Württembergs für das Sinsheimer Ferienprogramm zu gewinnen. Ziel des Ökomobil ist, das Interesse am Erforschen und Erleben der Natur zu wecken und anzuregen, für die Natur aktiv zu werden.

   Bei herrlichem Wetter versammelten sich 22 Kinder im Alter von 8 bis 13 Jahren am Elsenzufer, an dem das fahrbare Ökomobil praktischerweise parken konnte. Nach einer aktiven Aufwärm- und Kennenlernphase mit viel Spaß durch den Leiter Dr. Daniel Baumgärtner und die NABU-Betreuer ging es zum ersten Mal in das Mobil hinein. Aufgebaut wie ein Klassenzimmer, aber ausgerüstet mit sehr vielen Untersuchungsmaterialien wurde das Forschen an der Elsenz vorbereitet.  

   Dann konnte das Suchen von Unterwassertieren in der Elsenz in Gummistiefeln und mittels Keschern, Sieben, Untersuchungsboxen und allerlei mehr beginnen. Bald ertönten die ersten Erfolgsrufe, die Kinder eilten von einem gefundenen Tier zum nächsten und wurden noch eifriger dabei, selbst etwas zu entdecken. Die Tiere wurden selbstverständlich in Behältern mit Elsenzwasser aufbewahrt, um sie später gemeinsam genauer anzuschauen und zu bestimmen. Dies geschah nach einer Vesperpause im Ökomobil in kleinen Gruppen. Ein weiterer Höhepunkt war dabei, dass alle Tiere abschließend auf einer Leinwand groß und gut erkennbar in voller Herrlichkeit bestaunt werden konnten. Das tolle Fazit war: die Elsenz lebt, und die jungen Forscher hatten viele neue und spannende Eindrücke und Erfahrungen gesammelt. Gerne würde der NABU Sinsheim das Ökomobil für nächstes Jahr für ein anderes Naturthema gewinnen


Ein Jahr Abgas-Skandal

Gabi Eder  / pixelio.de
Gabi Eder / pixelio.de

 

Dobrindt hält weiter seine schützende Hand über die Autoindustrie

 

Ein Jahr nach dem Abgas-Skandal wurden noch immer keine wirksamen Maßnahmen gegen die hohe Abgasbelastung durch Pkw eingeleitet. Weder Autoindustrie noch Bundesregierung scheinen ein Interesse an der Beseitigung der Mängel zu haben und setzen damit die Gesundheit der Bürger aufs Spiel. mehr

   

Herbstzeitlose

 

Pflanzen sind giftig

 

Bei Herbstzeitlosen ist es anders wie bei anderen Blütenpflanzen: im Herbst treiben die Blüten, im Frühling erscheinen die grünen Blätter und Früchte. Auf unseren Streuobstwiesen strecken im September vielerorts zahlreiche Herbstzeitlosen ihre Blütenkelche aus der Erde. Die rosa, lila oder weißlich gefärbten, vier bis sechs Zentimeter langen Blüten ähneln den Krokussen und können bis 20 Zentimeter lang werden. Unterirdisch sind sie noch länger, denn die Knollen sitzen sehr tief im Boden. Bei Herbstzeitlosen ist es anders wie bei anderen Blütenpflanzen: im Herbst treiben die Blüten, im Frühling erscheinen die grünen Blätter und Früchte. Herbstzeitlosen sind Giftpflanzen. Die gesamte Pflanze enthält ein Gift, das früher zur Gichtbehandlung eingesetzt wurde und heute noch wegen seiner das Erbgut beeinflussenden Wirkung in der Pflanzenzucht verwendet wird. Gefährlich sind im Frühling Verwechslungen der grünen Herbstzeitlosenblätter mit denen des Bärlauchs.

Text: Stefan Bosch

   

Miniermotte

Der NABU erklärt, wer dieses Blatt welken lässt

 

Wer weiß, zu welcher Baumart das Blatt gehört und welches Tier dafür sorgt, dass dieses bereits Anfang September zu welken beginnt? Der NABU erklärt, um welches Insekt es sich dabei handelt.

Wer in dieser Zeit an Kastanienbäumen vorbeikommt fragt sich häufig verwundert, was denn mit den Blättern los ist, die bereits welken. Schuld daran ist die rund fünf Millimeter lange Rosskastanien-Miniermotte, auch als Biergartenmotte bekannt (Cameraria ohridella). Bereits Ende März legt der Kleinschmetterling seine Eier auf den Blattoberseiten des Kastanienbaums ab. Nach etwa drei Wochen schlüpfen Larven, die sich in den folgenden Wochen durch das Blattinnere fressen. Dadurch welken die Blätter des Baumes sehr schnell und nehmen schon im Sommer eine braune Färbung an. Viele Kastanien verlieren bereits im August oder September ihre Blätter.

Bisher gibt es keine Erkenntnisse darüber, ob vereinzelt Rosskastanien wegen des Befalls absterben, denn es gibt noch zu wenige Langzeituntersuchungen. Auf Dauer ist jedoch mit einer Schwächung der Bäume zu rechnen, da sie durch das Absterben der Blätter an der Photosynthese gehindert werden. Wärmere und trockenere Sommer, wie sie durch den Klimawandel zu erwarten sind, werden den Bäumen zusätzlich zu Leibe rücken.


Was können Sie tun?
Das einfachste und kosteneffizienteste Mittel um den Befall mit Miniermotte zu verringern ist immer noch das gründliche Laubsammeln. Allerdings müssen die Blätter abtransportiert werden, ansonsten schlüpft der kleine Falter aus den Larven in den Blättern. Das bloße Abdecken des Laubhaufens mit einer Plane hilft nicht.

   

NABU klagt gegen Hermann-Hesse-Bahn

Verwaltungsgerichtshof in Mannheim soll der Natur zu ihrem Recht verhelfen

Der NABU Baden-Württemberg hat gegen Pläne zur Erneuerung der Hermann-Hesse-Bahn Klage eingereicht. Die Bahnstrecke gefährdet streng unter Naturschutz stehende Fledermausarten. Der Verwaltungsgerichthof soll die Richtlinen zum Schutze der Tiere umsetzen. mehr

 

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Zwergfledermaus-Ausflug ; Foto: NABU/Dietmar Nill
Zwergfledermaus-Ausflug ; Foto: NABU/Dietmar Nill

Blick in den Bienenstock: Die Königin

Bienenstock von Imker Moritz Laub, Steinsfurt ,  Foto: R.Barg
Bienenstock von Imker Moritz Laub, Steinsfurt , Foto: R.Barg



Hand in Hand für den Amphibienschutz

„Für Amphibien das perfekte Wetter“, mit diesem Gedanken trösteten sich die Mitglieder des Nabu, als sie sich bei strömendem Regen in der Nähe von Sinsheim auf Bitte von Förster  Dietmar Weiland zur Biotoppflege versammelten. Kurz darauf wurde ihre Unerschrockenheit belohnt, der Regen ließ nach und es ging los in den Wald, bewaffnet mit Sensen, Heugabeln und Astscheren. Bereits bei den ersten in Augenschein genommenen Tümpeln und Pfützen wimmelte es von Gelbbauchunken, und so wurde dort die Mahd kurzerhand auf den Herbst verschoben, um die empfindlichen, selten gewordenen Tiere und deren Laich nicht zu beeinträchtigen. „Diese Unken brauchen flache Wasserstellen mit wenig Bewuchs, möglich sind auch wassergefüllte Traktorspuren. Sie sind „streng geschützt“ gemäß Bundesnaturschutzgesetz und „europaweit geschützt“ nach der FFH-Richtlinie“, erklärte Fachmann für Artenschutz Bernhard Öchsner den Helfern. „Unvorsichtige Fußgänger, aber auch stöbernde Hunde, erst recht Fahrzeuge jeder Art können für die Tiere  schnell tödlich sein, oder der Laich wird zerstört.“ Dietmar Weiland, der die Biotope angelegt hat, beschloss, den Bereich abzusperren, um Störungen zu verhindern und führte die Gruppe zu einem größeren, tieferen Tümpel. Hier stand dem Arbeitseinsatz nichts im Weg. Der Teich drohte mit Brombeerranken zuzuwachsen, die meisten Amphibien sind aber auf Besonnung der Wasserfläche angewiesen. Mit vereinten Kräften wurde deshalb das Ufer an vielen Stellen freigelegt. „Nach der Trockenheit der letzten Jahre, der das Vorkommen der verschiedenen Frosch- und Krötenarten stark dezimiert hat, ist das nasse Frühjahr ein wahrer Segen zur Erholung der Amphibien“, berichtete dabei  Weiland, dem in seinem Waldgebiet der Artenschutz ein wichtiges Anliegen ist. Dabei unterstützt der Nabu Sinsheim  ihn gerne, weitere Einsätze sind geplant und neue Helfer immer sehr willkommen.


Neuer Einsatz für die Landschaftspflege

Im Juni 2016 konnten Mitglieder des NABU und Lehrer und Schüler der Schule am Michaelsberg  wieder mit Zebu-Besitzer Herrn Werdermann das  ca 80ar große Gebiet, dass im letzten Jahr bereits beweidet wurde, für die Zebus vorbereiten.  Die Fortschritte gegenüber 2015 waren sehr deutlich, das Grundstück ist in weiten Teilen frei von wildem Bewuchs und hat sich dort schon zur Wiese gewandelt.  Wieder wurden Zaunpfosten gesteckt, ein Elektrozaun gezogen und ein Wassertank ausgeladen, außerdem wurden einige junge Walnussbäume entfernt, damit die Magerwiese sich besser entwickeln kann. Wegen des vielen Regens in diesem Frühjahr war das Ganze eine rutschige Angelegenheit am Hang, deshalb konnten die Zebus auch erst Mitte Juni in das Gebiet gebracht werden.  Fotos: Würth/Wirtherle


Plakette "Schwalbenfreundliches Haus"

Jetzt für die Auszeichnung bewerben

Eine Aktion des NABU Sinsheim

Als Kulturfolger haben sich Mehl- und Rauchschwalben zwar an eine vom Menschen geprägte Umgebung angepasst.  Doch die Intensivierung der Landwirtschaft und die Zerstörung von Nestern und Nistmöglichkeiten z. B. bei Hausrenovierungen haben dazu geführt, dass nach der Rauchschwalbe auch die Mehlschwalbe auf der Roten Liste der Brutvögel Baden-Württembergs als gefährdet geführt wird.

Umso mehr freuen wir uns über alle, denen Schwalben willkommene Gäste sind.

In diesem Jahr vielerorts  pünktlich  am 1. Mai gekommen,  beziehen sie gerade jetzt wieder ihre Quartiere. Nun sollte man, wenn man schon eine Schwalbenpopulation am Haus hatte, einige Tage Rücksicht nehmen, die Rollläden nicht bedienen und keine Fenster putzen. Wenn die Schwalben erst einmal begonnen haben, ihre Wohnungen auszubessern und auf Vordermann zu bringen, lassen sie sich durch nichts mehr stören.

Auf den Rückgang der Schwalben möchte der NABU Sinsheim jetzt mit dem Projekt "Schwalben willkommen!" aufmerksam machen.  Wenn Sie Schwalben unterstützen, ihre Nester tolerieren und einige Nester bei sich haben, dann bewerben Sie sich für die Auszeichnung "Schwalben willkommen!".

Download
Bewerbung um die Schwalben-Plakette.pdf
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Erste Auszeichnung vergeben

 

 

Im Beisein einer Reporterin der RNZ wurde jetzt vom NABU Sinsheim das erste Sinsheimer Haus mit der Plakette "Schwalbenfreundliches Haus"  ausgezeichnet:

Am Geflügelhof Zoller befinden sich über 40 Mehlschwalbennester.

Die Besitzer lieben ihre Schwalben und haben sich sehr über die Plakette, die Urkunde und ein Rauchschwalbennest für ihren Stall gefreut.

 

Weitere Auszeichnungen folgen im nächsten Frühjahr.

 

Bewerbungen s.u.


Aus der RNZ vom 15.06.2016
Aus der RNZ vom 15.06.2016

Vogel des Jahres 2016

Foto: Manfred Eimers:  Distelfink, auch Stieglitz genannt
Foto: Manfred Eimers: Distelfink, auch Stieglitz genannt

Er ist klein, bunt und gesellig, und gehört seit jeher zu unseren beliebtesten Singvögeln: Dieses Jahr haben der NABU und sein bayerischer Partner LBV den Stieglitz zum Vogel des Jahres 2016 gekürt.

Doch die Aussichten für den beliebten Singvogel sind alarmierend: Seine Lebensräume verschwinden zusehends, und mit ihnen seine Nahrungsquellen. Der Stieglitz ist ernsthaft in Gefahr. Was ihm hilft, sind mehr Brachflächen, Randstreifen und "wilde Ecken". Der farbenfrohe Fink ist daher auch ein Botschafter für mehr Artenvielfalt in Agrarräumen und Siedlungsbereichen.
Erfahren Sie mehr über den Stieglitz, und wie Sie ihm helfen können.