Selbstgemachte Erde ohne Torf

Wilde Orchideen in Sinsheimer Garten

Welche tollen Überraschungen es bringen kann, wenn man seinen Vorgarten nur noch einmal jährlich mäht, zeigt dieses Beispiel aus einem Garten in Sinsheim-Ost:

Neben vielen anderen, im Laufe von Jahren angesiedelten Blühpflanzen hat sich hier diese wilde Orchideenart eingefunden.

Fotos:Otfried Ischen


Es handelt sich um Ophrys apifera Huds. – Bienen-Ragwurz,  Orchidee des Jahres 1995

Mit der Wahl zur Orchidee des Jahres 1995 machen die Arbeitskreise Heimische Orchideen in Deutschland (AHO) auf eine Pflanze aufmerksam, die in Deutschland in weiten Gebieten sehr selten ist oder gar nicht vorkommt und nur in einzelnen Bundesländern größere Vorkommen hat. Diese Art wurde bereits im Jahr 1762 beschrieben. Der Name bringt zum Ausdruck, das die Blüten an Bienen erinnern.


Plakette "Schwalbenfreundliches Haus"

Eine Aktion des NABU Sinsheim

Jetzt für die Auszeichnung bewerben

Als Kulturfolger haben sich Mehl- und Rauchschwalben zwar an eine vom Menschen geprägte Umgebung angepasst.  Doch die Intensivierung der Landwirtschaft und die Zerstörung von Nestern und Nistmöglichkeiten z. B. bei Hausrenovierungen haben dazu geführt, dass nach der Rauchschwalbe auch die Mehlschwalbe auf der Roten Liste der Brutvögel Baden-Württembergs als gefährdet geführt wird.

Umso mehr freuen wir uns über alle, denen Schwalben willkommene Gäste sind.

In diesem Jahr vielerorts  pünktlich  am 1. Mai gekommen,  beziehen sie gerade jetzt wieder ihre Quartiere. Nun sollte man, wenn man schon eine Schwalbenpopulation am Haus hatte, einige Tage Rücksicht nehmen, die Rollläden nicht bedienen und keine Fenster putzen. Wenn die Schwalben erst einmal begonnen haben, ihre Wohnungen auszubessern und auf Vordermann zu bringen, lassen sie sich durch nichts mehr stören.

Auf den Rückgang der Schwalben möchte der NABU Sinsheim jetzt mit dem Projekt "Schwalben willkommen!" aufmerksam machen.  Wenn Sie Schwalben unterstützen, ihre Nester tolerieren und einige Nester bei sich haben, dann bewerben Sie sich für die Auszeichnung "Schwalben willkommen!".

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Bewerbung um die Schwalben-Plakette.pdf
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Fledermausführung am 4.Juni

Auch in diesem Jahr findet die beliebte Fledermausführung des NABU Sinsheim statt.

 

Immer noch ranken sich viele Geheimnisse um diese nachtaktiven Tiere – was stimmt davon?

Wo leben sie, wovon ernähren sie sich? Diese und weitere Fragen möchten Irmela und Jörg vom NABU Sinsheim mit ihrer Fledermausführung in Reihen am Samstag, dem 4. Juni. ab 20.30 Uhr beantworten (Dauer ca. 90 min.). Treffpunkt ist das Industriegebiet „Oberer Renngrund“.

In Verbindung mit einer kurzen Wanderung wollen wir gemeinsam Fledermäuse bei ihrer abendlichen Jagd beobachten und mit Hilfe von Fledermausdetektoren erleben (die Veranstaltung findet nur bei trockenem Wetter statt). Die Führung ist kostenlos und für Kinder/ Jugendliche  ab etwa 10 Jahren und Erwachsene geeignet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Neues von den Fledermäusen

Immer viel zu tun gibt es für unsere Fledermausexperten Irmela und Jörg. Nach einer Breitflügel- Fledermaus und einem kleinen Abendsegler ist aktuell ein Grosses Mausohr in der "Pflegestation". Wiegen, Messen, Füttern....

Auch Ausflugzählungen und Quartierkontrollen beschäftigen die beiden. Im Juni geht dann das Aufpäppeln 'verloren' gegangener Jungtiere wieder los. Mehr davon hört ihr sicherlich bei unserer Fledermausführung.

Fledermaushotline

Sie möchten weitere Informationen zu Fledermäusen - rufen Sie uns an!

030-284984-5000

oder informieren Sie sich >>hier

Die Stare sind da    ;           Foto R.Barg
Die Stare sind da ; Foto R.Barg

Passend dazu:

Vogelstimmen-Quiz

Erweitern Sie Ihre Vogel-Kenntnisse

Von den Baumwipfeln ertönt ihr Gezwitscher. Mit bloßen Auge sind unsere Vögel oft schwer zu erkennen. Da hilft ein geschultes Ohr! Mit dem NABU-Vogelstimmenquiz lernen Sie 40 bekannte Vogelarten spielend kennen! mehr


Nachwuchs bei den Schneeleoparden

Luisa bringt Nachwuchs zur Welt

 

Die Geschehnisse zum Nachlesen

 

Über unsere Webcams können Sie Luisa und Sagar live in ihrer "Schneeleopardenschlucht" beobachten. Das Warten hat ein Ende! Am Samstag, dem 7. Mai, hat unsere Schneeleopardin Luisa zwei augenscheinlich gesunde Jungtiere zur Welt gebracht. mehr

 

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Wildkräuterfrischkäse als besonderer Genuss

 Welche Kräuter essbar und auch schmackhaft sind konnte man jetzt bei einer Kräuterwanderung des NABU Sinsheim lernen. Man fördert Gesundheit und Wohlbefinden, denn wildwachsende Kräuter verfeinern nicht nur Speisen und geben ihnen ein besonderes Aroma, sie sind auch reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Das Sammeln macht außerdem Spaß und schafft eine Beziehung zwischen Natur und Mensch, damit wird ein wichtiger Beitrag für den Naturschutz geleistet.

 Kräuterpädagogin Silvia Weis  zeigte den zahlreich erschienenen Naturfreunden Wildkräuter am Wegesrand und auf der Wiese, und je mehr sich der Blick schärfte umso deutlicher wurde auch die Vielfalt des Wildwuchses. Wegerich, Gundermann, Labkraut , Sauerampfer, Ehrenpreis und vieles andere mehr wurde begutachtet, besprochen und gesammelt. „Je nach Kräuterart können sie zum Würzen, aber auch als Gemüse, Tee oder Salat zubereitet werden“, erklärte die Fachfrau, „für Tee können sie frisch, und auch getrocknet zu Einsatz kommen.“  

 Von der Gruppe wurden die Kräuter gleich auf der Wiese kleingeschnitten , zu schmackhaftem Frischkäse, Joghurt und Quark verarbeitet und in verschiedenen Varianten zu leckerem Volllkornbaguette gegessen. Nach den vielen neuen Eindrücken der Führung und an der frischen Frühlingsluft ein unvergleichlicher Genuss.


Fuchs und Hase in der Fotofalle

Tiere passieren auf "normalen Wegen" kaum die Autobahn

Die Schülerinnen und Schüler bringen gemeinsam die Fotofallen an. - Foto: NABU

In einem Projekt des NABU-Bezirksverbands Gäu-Nordschwarzwald haben Schülerinnen und Schüler entlang der A 81 erforscht, ob Fuchs, Hase und Co. bestehende, für Fußgänger und Autos konzipierte Unterführungen und Brücken nutzen, um die Autobahn zu queren. >>Mehr dazu hier


Biber in Sinsheim zunehmend heimisch

Kaum ist das Elsenzufer naturnaher gestaltet, schon wandert der Biber, von Richtung Hoffenheim kommend, ein. Einem Passanten ist der "Filmbeweis" gelungen.

Auch am Ilvesbach soll der Biber sich wieder wohlfühlen können. Nachdem in den letzten Wochen leider erhebliche Rodungen durchgeführt werden mussten beginnt jetzt der Ausbau, der den Ilvesbach auch naturnaher und biberfreundlicher werden lässt. Geplant ist auch eine "Biberwiese" : mit passenden Gehölzen wird ein ehemals verwahrlostes, vermülltes Grundstück extra dafür aufgewertet. Der naturfreundliche Ausbau der Elsenz wird , z.B. durch die Entfernung aller Wehre und die Einrichtung von Steigsteinen für Fische, fortgeführt, so dass sich  der Biber sich immer weiter nach Süden ausbreiten kann. Frisch gepflanzte Gehölze werden vor dem Verbiss durch ein Stammgitter geschützt.


Blicke in die Kinderstube

Die besten Vogel-Webcams auf einen Blick
Faszinierende Einblicke in die Vogelwelt bieten Webcams. In Echtzeit lässt sich live beobachten, wie verschiedene Vogelarten ihr Nest einrichten, die Eier ablegen, brüten und - wenn alles gutgeht - ihre Jungen aufziehen bis sie flügge sind und das Nest verlassen können. >> Mehr


Müllaktionstag bei NAJU und NABU

 Viele Ideen rund um den Müll verwirklichte am letzten März- Samstag die Naturschutzjugend Sinsheim (NAJU). Parallel dazu hatte der Naturschutzbund Sinsheim (NABU) zu einer Müllsammelaktion im Naturschutzgebiet Bockscheuer aufgerufen. Während einige Mitglieder also Teppiche, Stühle, Autoreifen und jede Menge Plastik aus Bachaue und Orchideenwiese entfernten, sensibilisierte die Jugend einige hundert Meter weiter am und im Supermarkt Rewe die Einkäufer.

Nachdem die „NAJUs“ im Supermarkt Verpackungen inspiziert und sich über deren Notwendigkeit und Umweltfreundlichkeit informiert hatten, postierten sie sich mit einem Stand am Ausgang. Dort informierten sie die Bevölkerung über die Aktivitäten von NAJU und NABU in Sinsheim und stellten gleichzeitig verschiedene Möglichkeiten vor, Verpackungsmüll sinnvoll weiter zu verwerten, das sogenannte „upcycling“.

Hierbei hatten die Jugendlichen zusammen mit ihren Betreuern tolle Ideen entwickelt: Milchtüten wurden zu Geldbeuteln, Eierkartons zu Nähutensilos, bunte Plastiktüten zu coolen Bucheinbänden  und aus alten Fahrradschläuchen waren Taschen geworden.

An die Einkäufer des Supermarktes erging dabei ein besonderes Lob der NAJU, weil nur sehr wenige ohne Einkauftasche gekommen waren und sich somit der Verbrauch von zusätzlichen Plastiktüten in Grenzen hielt.

Eine kleine Gruppe der Naturschutzjugend ging währenddessen entlang des von ihnen im letzten Jahr angelegten blühenden Bandes durch die Innenstadt. Sie säten an vielen Stellen nach und befreiten dabei die bepflanzten Beete der Stadt von Müll. Es war erschreckend, wie viel dort achtlos hineingeworfen worden war, obwohl nur einige Meter weiter Mülleimer stehen.

Und so wurde bei diesem tollen Müllaktionstag von NAJU und NABU auch insgesamt einige Kubikmeter Müll gesammelt, rundum ein Gewinn für Mensch und Natur.

 


Vogel des Jahres 2016

Foto: Manfred Eimers:  Distelfink, auch Stieglitz genannt
Foto: Manfred Eimers: Distelfink, auch Stieglitz genannt

Er ist klein, bunt und gesellig, und gehört seit jeher zu unseren beliebtesten Singvögeln: Dieses Jahr haben der NABU und sein bayerischer Partner LBV den Stieglitz zum Vogel des Jahres 2016 gekürt.

Doch die Aussichten für den beliebten Singvogel sind alarmierend: Seine Lebensräume verschwinden zusehends, und mit ihnen seine Nahrungsquellen. Der Stieglitz ist ernsthaft in Gefahr. Was ihm hilft, sind mehr Brachflächen, Randstreifen und "wilde Ecken". Der farbenfrohe Fink ist daher auch ein Botschafter für mehr Artenvielfalt in Agrarräumen und Siedlungsbereichen.
Erfahren Sie mehr über den Stieglitz, und wie Sie ihm helfen können.