Meldungen sind noch bis einschließlich 16.Januar möglich


Deutliches Minus bei allen Meisenarten

Zwischenstand zur Stunde der Wintervögel

 

An der laufenden „Stunde der Wintervögel“ haben sich bis Sonntagabend mehr als 60.000 Vogelfreunde beteiligt. Das sind deutlich mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2016. Die Zahl der je Garten beobachteten Vögel nimmt jedoch spürbar ab. Betroffen sind besonders Grünfink, Kernbeißer und sämtliche Meisenarten.

 

08. Januar 2017, 20 Uhr - In diesem Winter zeigen sich in Deutschlands Gärten ein Drittel weniger Blau- und Kohlmeisen als im Vorjahr. Bei Sumpf-, Tannen- und Haubenmeise sind es sogar 50 bis 60 Prozent weniger. An diesem Ergebnis wird sich kaum mehr etwas ändern, denn inzwischen haben 60.000 Vogelfreundinnen und Vogelfreunde aus 40.000 Gärten und Parks mehr als 1,3 Millionen Vögel gemeldet.

Die große Frage nach dem Warum lässt sich nicht eindeutig beantworten. Liegt es an schlechten Bedingungen bei uns oder sind weniger Wintergäste aus dem Norden und Osten eingeflogen? Ein näherer Blick am Beispiel der Kohlmeise (Bild oben) zeigt jedenfalls, dass der Rückgang regional sehr ungleich verteilt ist. Minus 35 Prozent sind es bundesweit, doch im Osten blieben die Beobachtungszahlen fast stabil, während nach Südwesten hin die Rückgänge bis zu 50 Prozent bestragen. Sind vielleicht die Wintergäste dieses Jahr nur bis Brandenburg und Sachsen gekommen – oder war der Bruterfolg im Frühjahr in NRW und Rheinland-Pfalz besonders schlecht? Aufschluss wird die Stunde der Gartenvögel im Mai geben, denn diese findet ohne Gastvögel statt.

Ein dritter Grund soll hier nicht unterschlagen werden. Es kann auch sein, dass ein Teil der vorhandenen Meisen sich nicht in den Gärten blicken lassen, weil sie im Wald mehr als sonst zu fressen finden. Wir können streng genommen also nur von Beobachtungsrückgängen sprechen. Damit ist auch die Frage eines Teilnehmers beantwortet, der wissen wollte „nach welchem statistischen Modell“ der NABU auf seine Gesamtzahlen kommt: Hier wird gar kein statistisches Modell angewandt, sondern einfach nur zusammengezählt. Die Aktion trifft keine Aussagen über Bestände, nur über die Beobachtungen. Und immer bezogen auf den Lebensraum Siedlung, also vor allem Gärten und Parks.

Ob wir denn „die Hand ins Feuer legen“ könnten für die Richtigkeit der Beobachtungen, laut eine andere Frage. Nein, das kann der NABU nicht – das kann man zu hundert Prozent aber bei „professionellen“ Kartierungen ebenso wenig. Und darauf kommt es auch nicht an. Datensammelaktionen von dieser Größe haben nämlich eine erhebliche Fehlertoleranz. Bei 220.000 gemeldeten Haussperlingen ist es für das Gesamtergebnis unerheblich, ob einzelne Vogelbeobachter möglicherweise Haus- und Feldsperling nicht sicher unterscheiden können. Bei seltenem Arten wie Sperlingskauz oder Dreizehnspecht is das natürlich anders, aber diese sind nicht das eigentliche Thema der „Stunde der Wintervögel“.

 

Mehr zu den Ergebnissen

   
   

Interessante Links dazu:


aus der RNZ, 16.Dezember 2016
aus der RNZ, 16.Dezember 2016

Offener Brief an OB und Gemeinderäte

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unterzeichnet von 16 Tier- und Naturschutzorganisationen, auch vom NABU Sinsheim, einstimmig beschlossen beim Monatstreffen
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Flächenverbrauch eindämmen

BUND und NABU erteilen Absenkung von Umweltstandards klare Absage

 

NABU und BUND in Baden-Württemberg appellieren an die Landesregierung, den Flächenverbrauch bis 2020 auf maximal drei Hektar pro Tag einzudämmen. Ziel müsse sein, bis 2025 die Netto-Null zu erreichen. mehr


Begehrte Wohnungen im Trafoturm

Naturschutzbund sieht sich in seinen Bemühungen um den Artenschutz bestätigt

Sinsheim. (zg) Hilfsbereit zeigte sich die Stadt dieses Jahr bei der Pflege der Artenschutztürme des Naturschutzbunds Sinsheim. In den Vorjahren half der Stromversorger EnBW mit einem Hubsteiger bei der Reinigung der an alten Trafotürmen hoch angebrachten Nistkästen. Nachdem die Kooperation wegen Personalmangels nicht stattfinden konnte, war Oberbürgermeister Jörg Albrecht auf Anfrage sofort bereit, mit einem Hubsteiger der Stadtwerke auszuhelfen.

Begonnen wurde mit der Reinigungsaktion am frühen Morgen beim Jugendhaus. Und gleich im ersten Kasten gab es eine Überraschung: Jörg Fürstenberger vom Nabu Sinsheim fand ein verlassenes Meisennest mit zwölf winzigen Eiern. Über die Gründe kann nur spekuliert werden.

Sehr gut möglich, dass den Meiseneltern das plötzlich noch mal so nasse und kalte Frühjahr als nicht passend für die Aufzucht von Jungen erschien und sie das Nest verlassen haben. Auch eine Vertreibung durch eine stärkere Vogelart wäre denkbar, so mutmaßten die Vogelfreunde.

Insgesamt waren nahezu alle untersuchten Nistkästen belegt, ein Beleg für den hohen Nutzwert der Artenschutztürme. Besonders erfreulich war der Einzug von Mauerseglern am Trafoturm in der Gartenstadt. Mauersegler weisen deutliche Bestandsrückgänge aus und werden in der Vorwarnliste der gefährdeten Arten geführt. Sie nisten vorwiegend an hohen Gebäuden und die Brutplätze gehen wegen Gebäudesanierungen mehr und mehr verloren. Da sie gerne in großen Kolonien brüten war der Artenschutzturm im Sommer ständig von den schnellen Dauerfliegern, die sogar im Flug schlafen, umschwärmt. Der Nabu Sinsheim hofft, auch in den anderen Türmen Kolonien etablieren zu können und ist gespannt, welche Entwicklung das nächste Frühjahr bringt, wenn die Zugvögel zurückkehren.

Sinsheimer Nachrichten vom Dienstag, 3. Januar 2017, Seite 3, (A. Wirtherle)


Winterliche Snackbar

 

Was eignet sich als Vogelfutter? Und welche Art bevorzugt welches Futter? Das Füttern von Vögeln im Winter ist nicht nur ein Naturerlebnis, sondern vermittelt obendrein Artenkenntnisse. mehr

 

   


Dino des Jahres

Bayer-Chef Werner Baumann ist „Dinosaurier des Jahres 2016“


NABU-Jahresrückblick 2016

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

Johannes Enssle ist neuer Vorsitzender....

... des NABU-Landesverbandes Baden-Württemberg.                                                                        Hier sein Schreiben zum Jahresausklang:

 

Liebe ehrenamtlich Aktive in den NABU-Gruppen,
liebe Freundinnen und Freunde des NABU,

wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu. Zeit um innezuhalten, den Blick nach innen zu richten und Kraft zu sammeln für das neue Jahr. Zeit auch für einen Rückblick auf das Naturschutzjahr 2016 und einen kleinen Ausblick auf 2017. Dafür möchte ich diese letzte Ausgabe von „NABU aktuell“ nutzen.

Das Jahr 2016 war ein bewegtes Jahr für den NABU im Land und auch für mich persönlich: Im Mai wechselte mein Vorgänger Dr. Andre Baumann sehr kurzfristig als Staatssekretär ins Umweltministerium. Für die Landesgeschäftsstelle und für unseren Vorstand galt es, die entstandene Lücke so gut wie möglich zu füllen. Ich möchte den lieben Kolleginnen und Kollegen in der Geschäftsstelle und im Vorstand ganz herzlich für ihren Einsatz danken. Besonderer Dank gilt unserem stellvertretenden Vorsitzenden Hans-Peter Kleemann.

Mit dem Regierungswechsel veränderte sich für uns aber natürlich nicht nur der Vorsitz, auch in der Landesregierung wurden die Karten neu gemischt. Das von Ministerpräsident Kretschmann viel beschworene „magische Dreieck“ aus Ländlichem Raum, Naturschutz und Tourismus wurde auf drei unterschiedliche Ministerien aufgeteilt. Der NABU hatte bis zuletzt versucht, diese Zerschlagung zu verhindern. Denn unter Grün-Rot hatte sich gezeigt, dass gemeinsam mit der Land- und Forstwirtschaft und gemeinsam mit dem Tourismus viel für den Naturschutz im Land erreicht werden kann.

Leider setzten sich im Koalitionspoker dann aber doch andere Kräfte durch: Das Ministerium für Ländlichen Raum ist mit Minister Peter Hauk nun CDU-geführt, während der Naturschutz im grünen Umweltministerium bei Minister Untersteller ressortiert. Wir können nur hoffen, dass weiter auf das in den vergangenen Jahren gewonnene Vertrauen zwischen Forst-, Landwirtschafts- und Naturschutzverwaltung aufgebaut wird.

Zumindest stimmt uns der grün-schwarze Koalitionsvertrag hoffnungsvoll. Als NABU werden wir mit Argusaugen darauf achten, dass die im Koalitionsvertrag vereinbarten Ziele zum Naturschutz eingehalten werden und Errungenschaften wie der Nationalpark, das zweite Biosphärengebiet, der Mittelaufwuchs im Naturschutzhaushalt, die Förderung des Ökolandbaus oder die FSC-Zertifizierung im Staatswald nicht infrage gestellt werden.

Wir haben mit der Landesnaturschutzstrategie in Baden-Württemberg eine der ambitioniertesten Naturschutzstrategien der ganzen Bundesrepublik. Als NABU werden wir uns auch 2017 wieder mit unserer ganzen Kraft für eine Stärkung des Natur- und Umweltschutzes im Land einsetzen.

Dies möchte ich als neu gewählter Landesvorsitzender natürlich auch mit Euch und Ihnen in unseren vielen NABU-Gruppen an der Basis tun. Ich freue mich auf diese Aufgabe! Deshalb möchte mich auch hier noch einmal für das große Vertrauen bedanken, dass Ihr mir auf der LVV entgegengebracht haben.

Der NABU ist mit seinen 90.000 Mitgliedern ein gewichtiger Akteur in Baden-Württemberg. Das ist insbesondere Eurem Engagement zu verdanken. Auch dafür danke ich Euch herzlich! Denn ohne das Engagement unserer vielen Ehrenamtlichen sähe der Naturschutz in Baden-Württemberg blass aus.

Ich hoffe, möglichst viele von Euch und Ihnen bei den Naturschutztagen vom 5. bis 8. Januar 2017 am Bodensee begrüßen zu dürfen. Eine Gelegenheit, bei der wir uns vernetzen und Ideen und Kompetenzen sammeln für unser Engagement vor Ort. Bis dahin wünsche ich Euch und Ihnen noch eine besinnliche Adventszeit, frohe Weihnachtstage im Umfeld der Familie und natürlich einen guten Start ins neue Jahr!

Es grüßt herzlich

Euer Johannes Enssle


PS: Begleiten Sie mich und unseren Landwirtschaftsexperten Jochen Goedecke im Januar auf unserer Lobbyreise nach Berlin zur Demo „Wir haben es satt!“ (>> Mehr)

 

Mehr über Johannes Ennsle und seine Pläne

>>hier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

- Foto: Bianka Lungwitz

Vortrag "Artenschutz am Haus"

Junge Rauchschwalben   ; Foto: R.Barg
Junge Rauchschwalben ; Foto: R.Barg

Brandschutz ja,  Artenschutz nein?

 

Neues Dach, neue Dämmung? Solche werterhaltenden und klimafreundlichen Maßnahmen sind wichtig. Daran lässt die Referentin Biologin Dr. Marion Zobel  bei ihrem spannenden Artenschutzvortrag im Musiksaal des Wilhelmi-Gymnasiums keinen Zweifel. Dass dabei immer alle Brandschutzbestimmungen eingehalten werden, der Artenschutz aber oft gar keine Rolle spielt, sei hingegen traurig. Und auch gegen das Gesetz. Die Tiere im Umfeld unserer Häuser, sogenannte Kulturfolger, würden dadurch mehr und mehr ihrer Heimat beraubt. Für den NABU Sinsheim Anlass genug, eine Expertin einzuladen um mittels des  Vortrags „Artenschutz bei Baumaßnahmen“ aufzuklären. Denn die tägliche Zerstörung von Fledermaus- und Vogelquartieren passiert meist aus Unwissenheit. Oft wird es noch nicht einmal bemerkt.

 

Einige Fledermausarten leben in engen Spalten, hinter Fassadenverkleidungen oder Wandblechen. Erkennbar nur von Fachleuten, die nach den charakteristischen bräunlichen Verfärbungen um kleine Einflugöffnungen fahnden oder nach dem schwer zu erkennenden trocken-bröseligen Kot der Tiere Ausschau halten. Bleibt das Fledermausvorkommen vor der Renovierung unbemerkt und werden die Tiere gestört, kommen sie oft nicht wieder. Meist gäbe es einfache Lösungen, um dem Artenschutz mehr Raum zu geben. “Sommerquartiere von Fledermäusen können außerhalb der Saison renoviert werden. Mit etwas Geschick kann man ihnen an derselben Stelle wieder ein Spaltenquartier anbieten.“, schlägt die Expertin vor, die ihren Vortrag ganz auf einvernehmliche, machbare Lösungen ausgerichtet hatte und viel Verständnis für die Lage der Handwerker und Hausbesitzer zeigte.

 

Auch Phantasie sei bei Problemen mit dem Artenschutz gefragt, so Dr. Zobel. Sie berichtete von einem Gebäude mit angebrachten Schwalbennisthilfen, das im Frühjahr zügig abgerissen werden sollte. Nach Rücksprache mit der Naturschutzbehörde wurden die Nester beobachtet. Da sie noch von jeweils beiden Elterntieren angeflogen wurden war klar, dass die Eier noch nicht bebrütet werden. Daraufhin wurden nach Einbruch der Dunkelheit die Nisthilfen ans Nachbargebäude versetzt, und tatsächlich, die Schwalben nahmen die kleine Umsiedlung problemlos an.

 

Schwieriger zeigt sich die Lage bei Naturnestern. Während das Entfernen von Amsel- oder Spatzennestern außerhalb der Brutsaison erlaubt ist, sollte man Schwalbennester unbedingt auch im Winter hängen lassen, sie sind streng geschützt. Der Bau neuer Nester nach der Rückkehr im Frühjahr bedeutet für die standorttreuen Vögel viel Stress. Der nötige Lehm ist immer schwerer zu finden und meist reicht die Zeit  dann auch nur für eine Brut. Die Bestände gehen deshalb seit Jahren kontinuierlich zurück. Lässt sich das Entfernen der Nester gar nicht vermeiden, muss man dies selbstverständlich außerhalb der Brutzeit tun, und in nächster Umgebung bzw. nach der Sanierungsmaßnahme durch Kunstnester für Ersatz sorgen.

 

Was empfiehlt Fr. Dr. Zobel, wenn man eine Renovierung plant? „Beobachten Sie die Umgebung Ihres Hauses im Sommer. Nehmen Sie im Umfeld beispielsweise Schwalben oder Fledermäuse wahr, dann sollten Sie ehrenamtliche Fachleute der Naturschutzverbände oder die Kreis-Naturschutzbehörde einschalten, um sich beraten zu lassen und im Bedarfsfall gemeinsam nach praktikablen Lösungen zu suchen.“

 Nahezu alle offenen Fragen klärt kurz und verständlich auch die Homepage www.artenschutz-am-haus.de, die während eines von Frau Dr. Zobel im Landkreis Tübingen betreuten zweijährigen Projektes entstanden ist.

(Bericht A. Wirtherle, November 2016))

Download
Vortrag "Artenschutz am Haus"
Den Vortrag von Diplom-Biologin Dr. Marion Zobel in Bildform können sie hier herunterladen
1611_AaH_NABU Sinsheim klein.pdf
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Der Waldkauz - Vogel des Jahres 2017

 

 

Das Weibchen brütet allein. Nur in den Brutpausen und zur Nahrungsübergabe kommt das Männchen hinzu.

 

 

 

 

 

 

- Foto: Dieter Hopf

Stellvertretend für alle Eulenarten hat der NABU den Waldkauz zum Vogel des Jahres 2017 gewählt. Mit ihm soll für den Erhalt alter Bäume im Wald oder in Parks geworben und eine breite Öffentlichkeit für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisiert werden. Eulen sind unverzichtbare Bestandteile der Artenvielfalt. Wir sollten alles dafür tun, sie zu schützen, ihre Bestände zu stabilisieren oder gar zu vermehren. >> Mehr


Reinigung der Fledermauskästen

Fledermäuse, Siebenschläfer und Waldbaumläufer

Aufmerksame Spaziergänger haben sie sicher längst entdeckt: Rund um die Burg Steinsberg sind viele hohe Bäume ausgestattet mit schwarzen Kästen, zu flach für Vogelbrut:  Fledermauskästen.

Zur Reinigung dieser Quartiere arbeiteten jetzt Fachleute der Stadtverwaltung Hand in Hand mit dem Nabu Sinsheim, um dabei  auch eine Bestandsaufnahme der Belegung durchzuführen.

Nur wenige Kästen boten die typischen Hinweise auf Fledermäuse: mäusekotähnliche Hinterlassenschaften, die aber beim Zerreiben trocken zerfallen. Da die Quartiere erst vor zwei Jahren angebracht wurden war dies keine Überraschung, es dauert oft mehrerer Jahre bis die sehr standortreuen Fledermäuse neue Kästen akzeptieren. Gut möglich, dass  es in den Spalten der Burgmauern auch einige andere attraktive Unterschlupfmöglichkeiten gibt, die aber im Zuge der Mauerwerksanierung abnehmen werden.

Einige Hinweise gab es auf Belegung der Kästen durch Siebenschläfer und auch durch Waldbaumläufer. Diese kleinen Vögel  laufen spiralförmig die Stämme hoch und können mit ihrem langen, gebogenen Schnabel Insekten unter der Rinde hervorziehen. Während Waldbaumläufer das ganze Jahr in unseren Wäldern zu finden sind und die Kästen vermutlich im Winter als Unterschlupf nutzen,  ziehen sich Fledermäuse jetzt in ihre Winterquartiere, feuchte frostfreie Keller und Höhlen, zurück. Die  lautlosen Nachtjäger können wir also erst wieder im Frühjahr beobachten.