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Der Wolf kehrt zurück

 

Baden-Württemberg muss sich auf die Rückkehr des Wolfs vorbereiten

 

Bei Überlingen am Bodensee wurde ein Wolf gesichtet. NABU Landesvorsitzender Johannes Enssle fordert eine bessere Vorbereitung auf seine Rückkehr. Baden-Württemberg spielt eine wichtige Rolle bei der Verbindung der Wolfspopulationen in Nord- und Südeuropa. mehr

 

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Der Libellenschlupf

 

Kurioses aus der Natur

 

An Teichen, Tümpeln und Weihern kann man dieser Tage ein ganz besonderes Phänomen der Tierwelt beobachten - den Schlupf der Libellen.

 

Ein großer Blaupfeil beim Schlupf. - Foto: Adam Schnabler

Ein großer Blaupfeil beim Schlupf. - Foto: Adam Schnabler

Anders als Käfer, Bienen oder Schmetterlinge, durchlaufen Libellen während ihrer Entwicklung zum erwachsenen Tier (Imago) kein Puppenstadium. Die Imagines der Libellen schlüpfen praktisch direkt aus ihrem Larvenstadium, welches sich äußerlich noch stark vom Imago unterscheidet. Diese unvollständige Form der Entwicklung bezeichnet man als „hemimetabol“. Die vollständige Entwicklung vom Ei über das Larven- und Puppenstadium zum fertigen Insekt ist eine „holometabole“ Entwicklung.

Zum Schlüpfen suchen sich die Libellenlarven senkrechte Strukturen im Uferbereich wie zum Beispiel Schilfstängel oder Wurzeln, an welchen sie hochklettern können. An geeigneter Stelle klemmen sie sich fest und beginnen mit dem Schlupfvorgang. Mit Geduld und viel Fingerspitzengefühl kriecht das Imago aus der Larvenhaut. Die Junglibelle muss anschließend einen kurzen Reifeprozess durchführen während dem sie ihre Flügel entfaltet und ihre Haut aushärten lässt. Übrig bleibt die leere Larvenhaut, die sogenannte Exuvie.


Fledermaus gefunden?- bitte möglichst schnell an Fachleute wenden!

Zwei Mitarbeiter/innen des NABU Sinsheim bekamen im letzten Jahr, mit Hilfe der  "AG Fledermausschutz Nordbaden", die offizielle "Artenschutzrechtliche Bestätigung der Befugnis zur Kontrolle von Sommer- und Winterquartieren sowie zur Pflege von Fledermäusen"

Was vielen Menschen nicht bekannt ist: Fledermäuse stehen unter strengem Schutz und dürfen nicht ohne naturschutzrechtliche Erlaubnis gepflegt und gefüttert werden. Und das hat auch seine Gründe: die Pflege erfordert viel Sachkenntnis und man sollte den Tieren unnötige Qualen ersparen. Bei schwer verletzten Tieren, z.B. mit gebrochenem Flügel, hilft leider nur das fachgerechte Einschläfern durch einen Tierarzt.

Fledermaushotline

Sie haben wichtige Fragen zu Fledermäusen - rufen Sie an:

030-284984-5000

oder informieren Sie sich >>hier

oder melden Sie sich beim NABU Sinsheim


Schwalbenprojekt in Sinsheim wird erweitert

Foto: Klemens Karkow www.karkow.net ; Mehlschwalbe beim Nestbau
Foto: Klemens Karkow www.karkow.net ; Mehlschwalbe beim Nestbau

Sinsheim – Noch kennen wir sie vor allem als Flugkünstler und Sommerboten: Schwalben. Doch in Deutschland gibt es sie immer seltener. Mit der Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ will der NABU diesem Trend entgegenwirken und zeichnet weiterhin Menschen aus, die an ihren Häusern die gefiederten Glücksbringer willkommen heißen. Zusätzlich unterstützt der NABU jetzt auch kostenlos beim Anbringen von Schwalbennestern und durch Beratung.

 Jedes Jahr im April und Mai kehren Mehl- und Rauchschwalbe aus ihren afrikanischen Überwinterungsgebieten zu uns zurück, um in unseren Dörfern und Städten zu brüten.

 Mit ihrem fröhlichen Gesang kündigen sie den baldigen Sommer an. „Wo Schwalben am Haus wohnen, geht das Glück nicht verloren“, heißt es in einem alten deutschen Sprichwort.

 Doch so zahlreich wie früher sind die Schwalben nicht mehr. „Ihre Zahl geht seit vielen Jahren zurück, auch hier im Kraichgau. Eine der Hauptursachen ist der Verlust an Plätzen, an denen sie brüten können. Außerdem werden auch ihre Nahrungsgrundlagen, die Fluginsekten, zB durch den verstärkten Einsatz von Pestiziden knapp“, sagt Manuela Fleck, Vorstand des NABU Sinsheim.

 In unseren Städten verschwinden außerdem zusehends Nester durch unbedachte Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden. Häufig werden die Nester leider auch illegal beseitigt – und das, obwohl Schwalben streng geschützt sind und das Zerstören ihrer Brutstätten unter Strafe steht.

 Gleichzeitig wird unsere Landwirtschaft immer stärker intensiviert. Moderne Viehställe und Scheunen sind deshalb oft verschlossen und bieten Schwalben keine Einflugmöglichkeiten mehr. Feldwege, Einfahrten und Dorfplätze werden immer öfter zubetoniert, sodass unsere Glücksbringer weniger Pfützen und den daraus benötigten Lehm für ihren Nestbau finden.

 Mit der Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ möchte der NABU Sinsheim dazu beitragen, die Akzeptanz für Schwalben und ihre Nester in der Nähe des Menschen zu erhöhen sowie bestehende Brutplätze zu erhalten und neue zu schaffen. „Jeder kann mit einfachen Mitteln Schwalben an seinem Haus willkommen heißen: mit Nestgrundlagen wie Rauputzstreifen oder Brettchen, Kunstnestern und einer Lehmpfütze im Garten“, erklärt Jörg Fürstenberger, Schwalbenexperte des NABU Sinsheim

 Menschen, die sich für Schwalben engagieren und an ihren Häusern willkommen heißen, werden vom NABU deshalb mit der Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ ausgezeichnet. Bewerben können sich Hausbesitzer, die das Brutgeschehen der wendigen Flugkünstler und Sommerboten dulden und fördern, ganz gleich, ob es sich bei dem Gebäude um ein Wohnhaus, Pension, Geschäft, Pferde- oder Bauernhof oder Fabrikgebäude handelt. 

 Doch nicht nur das:  der NABU macht Interessierten ein besonderes Angebot: Wenn Sie heute noch keine Schwalben am Haus haben, bringen Ehrenamtliche des NABU an Ihrem Gebäude entsprechende Nester an und beraten Sie. Voraussetzung ist, dass das Gebäude hierfür geeignet ist. Alles ganz kostenlos für Sie!

 Für Rückfragen:

 Jörg Fürstenberger, NABU Sinsheim, Tel. 07261/405864

 Manuela Fleck, NABU Sinsheim, Tel. 07261/86 28 776

Das Bewerbungsformular finden Sie hier zum Download

Achtung: bitte vergessen Sie nicht, das ausgefüllte Formular zu speichern bevor Sie es absenden, da Ihre Daten sonst verlorengehen!

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Bewerbung um die Schwalben-Plakette.pdf
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Mehr zum Thema Schwalbenschutz im Kraichgau finden Sie hier


Wilde Orchideen in Sinsheimer Garten

Welche tollen Überraschungen es bringen kann, wenn man seinen Vorgarten nur noch einmal jährlich mäht, zeigt dieses Beispiel aus einem Garten in Sinsheim-Ost:

Neben vielen anderen, im Laufe von Jahren angesiedelten Blühpflanzen hat sich hier diese wilde Orchideenart eingefunden. Sogar auf den "Rasen" hat sich die seltene Orchidee inzwischen gewagt und wird dort von den Besitzern gehegt und gepflegt.


G20 Gipfel - eine Welle machen für eine andere Politik

Die deutsche Bundesregierung hat aktuell den Vorsitz der G20 inne. Am 7. und 8. Juli 2017 findet deshalb der G20 Gipfel in Hamburg statt. Es gibt viel Kritik am Zusammenschluss und der Politik der G20, die eine große Machtfülle auf sich vereinen, diese aber zu wenig zum Wohle der Weltbevölkerung und unseres Planeten Erde einsetzen. Zudem wird die fehlende demokratische Legitimation der G20 bemängelt. Der NABU teilt diese Einschätzung und richtet gleichzeitig konkrete Forderungen an die G20 mit dem Ziel, die biologische Vielfalt dieser Erde zu erhalten und allen Menschen ein Leben in Würde und Wohlstand zu ermöglichen.

Dazu muss insbesondere die deutsche Präsidentschaft der G20 deutlich machen, dass eine einseitige Fokussierung auf weiteres Wirtschaftswachstum der entwickelten Länder diametral zu den nachhaltigen Entwicklungszielen und der Einhaltung der planetaren Grenzen steht. Die G20 müssen politisch deutlich umsteuern.

Konkret muss sich die deutsche G20-Präsidentschaft dafür einsetzen, dass das Pariser Klimaabkommen erreicht wird und der G7 Aktionsplan gegen Meeresmüll umgehend und ambitioniert umgesetzt wird. Der NABU bringt seine Forderungen beim Gipfel der globalen Zivilgesellschaft "C20" in Hamburg ein und beteiligt sich an der friedlichen und bunten Demonstration "G20-Protestwelle" in Hamburg am 2. Juli. Dort werden zehntausende Menschen erwartet, die für eine andere Politik der G20 protestieren und einen gerechten Welthandel, ambitionierten Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und Demokratie einfordern. Im Weiteren hat der NABU Landesverband in Hamburg eine Veranstaltungsreihe zu G20 Themen organisiert, die bis zum Ende der deutschen Präsidentschaft im November 2017 läuft.

Mehr zum Thema

Aktivitäten zum G20-Gipfel in Hamburg

NABU-Veranstaltungsreihe: G20 und "Global Governance"

Die G20-Protestwelle am 2. Juli 2017 in Hamburg


Verwaiste Jungvögel nicht aufnehmen!

Elsterjungvogel, zurück in den Baum gesetzt, wird von den Elterntieren gefüttert.

 


Stunde der Gartenvögel im Zehnjahreshoch

Mauersegler,   Foto: Jonathan Hornung
Mauersegler, Foto: Jonathan Hornung

38.000 Meldungen von 57.000 Vogelfreunden

 

Die Stunde der Gartenvögel verzeichnete so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie schon seit zehn Jahren nicht mehr. Nun werden noch die per Post eingegangenen Meldungen in die Datenbank eingetippt. Erfreulich: Die Bestandszahlen von Mauerseglern und Schwalben zeigen 2017 deutlich nach oben. 

26. Mai 2017 – Bis zum Einsendeschluss am 22. Mai gingen bei NABU und LBV Meldungen aus rund 36.000 Gärten und Parks ein. Inzwischen läuft die Erfassung der Papier-Meldecoupons, so dass der Zwischenstand bereits bei fast 38.000 liegt. Pro Garten wurden im Schnitt 35,4 Vögel gezählt, das ist unwesentlich weniger als im Vorjahr.

 

Die zehn meistbeobachteten Gartenvogelarten 2017 (n = 1.340.799 Vögel aus 37.940 Gärten und Parks)

       
   
 Art
  Gesamtzahl Vögel je Garten Vorkommen in Prozent der Gärten
1. Haussperling 181.905 4,79 65
2. Amsel 129.899 3,42 95
3. Kohlmeise 104.348 2,75 82
4. Star 93.339 2,46 51
5. Blaumeise 83.945 2,21 74
6. Feldsperling 83.800 2,21 36
7. Elster 60.429 1,59 66
8. Mauersegler 49.589 1,31 22
9. Mehlschwalbe 47.829 1,26 19
10. Ringeltaube 44.245 1,17 43
 

Gelbe Pollenwolken über Deutschland

Fenster zu und Haare waschen: NABU-Tipps für Heuschnupfen-Geplagte

Der Frühling meint es eigentlich gut mit uns, überall grünt und blüht es. Doch den rund elf Millionen deutschen Heuschnupfen-Geplagten wird die Frühlings-Freude gründlich verdorben und auch die Autofahrer "leiden". mehr


Mehr als 250.000 Unterstützer und über 600 Verbände und Unternehmen für eine bessere Agrarpolitik

Foto: Eric Neuling
Foto: Eric Neuling

Eine große Zahl von Unterstützern und Unterstützerinnen, die sich gemeinsam mit dem NABU und anderen Umweltverbänden EU-weit bei der Befragung der Kommission für mehr Nachhaltigkeit in der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) ausgesprochen haben, zeigt deutlich, dass ein Kurswechsel bei den milliardenschweren Agrarsubventionen dringend geboten ist. Der NABU hat bereits 2016 in einer Studie gezeigt: Die gegenwärtig für die Agrarförderung verausgabten Steuermittel könnten in einer grundlegend reformierten GAP wesentlich effizienter und mit einem erheblich größeren gesellschaftlichen Mehrwert eingesetzt werden, als dies derzeit der Fall ist. Die Förderstruktur der neuen Landnutzungs- und Ernährungspolitik sollte in den Aufbau eines zukunftsfähigen, sich langfristig selbsttragenden Systems auf der Basis eines ausreichend anspruchsvollen Fachrechts investieren. Die Politik muss ökonomisch attraktive Angebote an Landwirte machen, die als Dienstleister für den Naturschutz zusätzliches Einkommen erzielen wollen.

Am Donnerstag, dem 4. Mai 2017 werden Umweltverbände in Brüssel bei der Konferenz "Who will fix the broken CAP?" die Logos der an LivingLand beteiligten Unternehmen und die Statements der über 200.000 Unterstützerinnen und Unterstützer an Kommissar Hogan übergeben. Die Ergebnisse der Konsultation wird Phil Hogan im Juli der Öffentlichkeit präsentieren. Sie sollen einen großen Einfluss auf seine für November erwarteten Vorschläge zur neuen Architektur der GAP haben.


Natur in Bewegung und die Krise der Landwirtschaft

 

Die Frühjahrsausgabe des NABU-Mitgliedermagazins

 

Die wichtige EU-Abstimmung zur Zukunft hat es kurzfristig auch auf den Titel des NABU-Mitgliedermagazins geschafft. Die lange vorgeplante Titelstrecke zu Neubürgern in der Tier- und Pflanzenwelt musste daher im Heft etwas enger zusammenrücken. Weitere spannende Themen: Rotmilan-Forschung, Umweltschutz-Apps und Naturschutz bei Großprojekten. mehr

 

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Reges Treiben am Rauwiesensee

Neue Fotos aus dem Naturschutzgebiet, 21.04.2017

Kormoran und Graureiher lauern auf Beute

 

 

 

Foto:R.Barg

Zu futtern gibts reichlich:

jede Menge Wasserfrösche

 

 

 

 

 

Foto:R.Barg

Die Lachmöwe, kleinste bei uns heimische Möwenart, frisst hingegen eher Regenwürmer und Krebstiere.

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:R.Barg


Alles zum Thema bienenfreundlicher Garten

Hier gibts eine tolle Seite mit allem, was ein Gartenfreund zum Thema "Bienen" wissen möchte.

Dem Autor Sebastian Schläger ist es eine Herzensangelegenheit, so viele Menschen wie möglich für dieses Thema zu sensibilisieren. Auch wie wichtig Bienen für das ökologische Gleichgewicht sind und wie dramatisch sich die Lage mittlerweile zugespitzt hat kann man hier nachlesen!

 

 

 

Solitärbiene


Der Waldkauz - Vogel des Jahres 2017

 

 

Das Weibchen brütet allein. Nur in den Brutpausen und zur Nahrungsübergabe kommt das Männchen hinzu.

 

 

 

 

 

 

- Foto: Dieter Hopf

Stellvertretend für alle Eulenarten hat der NABU den Waldkauz zum Vogel des Jahres 2017 gewählt. Mit ihm soll für den Erhalt alter Bäume im Wald oder in Parks geworben und eine breite Öffentlichkeit für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisiert werden. Eulen sind unverzichtbare Bestandteile der Artenvielfalt. Wir sollten alles dafür tun, sie zu schützen, ihre Bestände zu stabilisieren oder gar zu vermehren. >> Mehr