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Klimastiftung für Bürger und NABU Sinsheim unterzeichnen Kooperationsvertrag

Gemeinsam für Klimaschutz und Umweltkompetenz vor Ort in Sinsheim

                                       Alfred Ehrhard                                             Manuela Fleck                                             Christian Ledig

Sinsheim – Die Klimastiftung für Bürger und der NABU Sinsheim haben am 5. April 2018 eine Kooperationsvereinbarung zu gemeinsamen Aktivitäten getroffen. Von der Zusammenarbeit sollen vor allem Kinder und Jugendliche profitieren. Jung und Alt für Natur und Umwelt zu interessieren und sie für die unmittelbare Umgebung zu begeistern ist das Ziel der Vereinbarung.

 

Der von Manuela Fleck, Mitglied im Vorstand des NABU Sinsheim, Alfred Ehrhard, Vorstandsvorsitzender der Klimastiftung für Bürger, und Christian Ledig, Vorstand der Klimastiftung für Bürger, unterzeichnete Vertrag sieht weitere Punkte der Zusammenarbeit vor. So beabsichtigen beide Partner sich bei geeigneten Aktionen und Projekten zu unterstützen. Die Klimastiftung für Bürger wird mit Eröffnung der Klima Arena einen Ort der Begegnung sowie der Vernetzung zur Verfügung stellen, um weitere Interessierte und Mitstreiter für Umweltthemen zu gewinnen.

 

Manuela Fleck, die als Vertreterin des NABU Sinsheim den Vertrag unterzeichnete, hob hervor: „Beide Initiativen engagieren sich für den Naturschutz vor Ort. Nach der Devise ‚Gemeinsam sind wir stark‘ – je mehr Menschen hinter den Aktivitäten stehen desto besser gelingt es dem Naturschutz mehr Gesicht zu verleihen. Deshalb freuen wir uns mit einer solchen Initiative wie der Klima Arena zusammenzuarbeiten.“

 


Artenreich statt steinreich

Nabu Sinsheim macht sich Sorgen um die Vorgärten

„Ob Steinsfurt, Reihen, Hoffenheim, oder auch die Randgebiete Sinsheims: man findet die neuen, modernen Steingärten auch bei uns überall. Früher verstand man darunter  mit Trockenmauern terrassenförmig angelegte Beete, mediterran bepflanzt und überaus artenreich. Und heute?

 

Modern, unkrautfrei und pflegeleicht. Dies sind die Schlagworte, mit denen jetzt  für einen Steingarten im Vorgarten geworben wird. Anstatt artenreicher Lebensräume entstehen so Steinwüsten.“,  schildert Manuela Fleck, im Vorstand des Nabu Sinsheim,  ihre Sorgen.

 

Was spricht gegen diesen Trend?

 

Gerade Vorgärten und kleine, grüne Flächen hätten eine besondere Bedeutung für die Artenvielfalt innerhalb der Wohngebiete. Sie bildeten ökologische Trittsteine für viele Pflanzenarten, Insekten und Vögel die sich von Trittstein zu Trittstein fortbewegen und dort Nahrung finden können. Und auch wenn auf den Feldern und Streuobstwiesen gerade nichts blüht fänden Insekten in den Gärten Nahrung, wenn diese mit Blumen bepflanzt sind, erklärt Manuela Fleck.

 

 Die zunehmenden kleinen zugeschütteten Gärten wirkten sich auch auf das regionale Klima aus: „Wenn die Gärten mit Steinen verfüllt werden, heizen sie sich im Sommer auf, speichern die Hitze und strahlen sie wieder ab. Das befördert Klimaveränderungen in den Dörfern und Städten, da notwendige Kaltluftschneisen durch diese Versiegelungen wegfallen.“, gibt  Birgit Baumann, ebenfalls Vorstandsmitglied des Nabu, zu bedenken
Einen Garten zu haben bedeute immer Arbeit. Das gälte auch für einen Steinwüstengarten!
„Viele glauben, wer seinen Garten mit Steinen abdeckt und ein Vlies unter die Steinschicht legt, den erwartet wenig Arbeit, da das Rasenmähen, das Gießen, sowie das Unkraut jäten wegfallen. Soweit die Versprechungen. Doch auch im Steingarten gibt es immer etwas zu tun. Blätter fallen auf die steinernen Flächen und müssen von Hand abgesammelt werden, denn sonst siedeln sich in den Steinfugen Gräser und Pflanzen an. Moos muss entfernt werden“,  berichtet Baumann weiter.

 

Der Nabu Sinsheim wirbt  stattdessen für einen naturnahen Garten mit heimischen, dem Standort angepassten Pflanzen, da so ein Garten  wenig Arbeit mache und einen Beitrag für die ökologische Vielfalt leistet.  Er appelliert: Leisten Sie Ihren kleinen Beitrag gegen das große Bienen- und Insektensterben: artenreich statt steinreich.

A.Wirtherle, 10.04.2018

 

Mehr Platz für Mauersegler

Rechtzeitig vor Rückkehr der Mauersegler hängte unser Kletterfachmann Steffen  in schwindelerregenden Höhen weitere Kästen für sie auf. Im letzten Jahr waren die vorhandenen Kästen gut belegt und so hoffen wir auf eine Vergrößerung der Kolonie. (08.04.2018)


Feuersalamander-Phänomen am Ursenbach

Foto: A.Stark
Foto: A.Stark

Amphibienhilfe bei Zuzenhausen

Stand 08.04.18: zwischen dem 9.3. und 08.04. wurden 3066 Amphibien gerettet!

Inzwischen würde der Zaun wieder abgebaut, da es schon viele Rückkehrer gibt. Die Straßensperrung und die Sammlung wird noch ein paar Tage aufrecht erhalten, um den Kröten sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg weiterhin zu helfen.


Feuersalamander im Kraichgau

Autofahrer bitte aufgepasst!

Fotos: Günther Rasig, Feuersalamander zwischen  Hoffenheim und Daisbach

 Der Feuersalamander gilt als „Besonders geschützt“ und darf nicht gefangen, verletzt oder getötet werden. Bestandsgefährdungen entstehen in der Hauptsache durch Eingriffe in Larvengewässer wie Entwässerung oder Fremdstoffeinträge und ihre Verbauung sowie durch häufiges Befahren von Wegen und Straßen am Waldrand und in den Wäldern. Die langsame Fortbewegungsweise der Tiere und die Unachtsamkeit vieler Autofahrer lassen den Feuersalamander örtlich zu einem häufigen Verkehrsopfer werden. So auch auf den Gemarkungen von Sinsheim und den umliegenden Gemeinden wie zwischen Hoffenheim und Daisbach (und zwischen Neckarbischofsheim und Hasselbach.) Dort befinden sich während der Wanderungen der Lurche Straßensperrungen in der Zeit von 19-7 Uhr. Freiwillige aus  Hoffenheim und Daisbach sowie der NABU Sinsheim und BUND Daisbach haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Sperrungen gemeinsam mit der Stadt Sinsheim zu überwachen und die Autofahrer, wenn möglich, aufzuklären.  

Ein Porträt des Feuersalamanders (jeder sieht anders aus, so verschieden wie Fingerabdrücke) findet man >>hier

 


Wichtiges Warnschild

 

 

 

 

Vorsicht:

Feuersalamander unterwegs, unter anderen zwischen Hasselbach und Neckarbischofsheim


Schwalbenaktion


 

 

 

 

 

NABU-Mannschaft beim Anbringen langer Kotbretter unter Schwalbennestern


Jetzt Hummeln helfen

Zuckerlösung für Ihre Majestät rettet ganzes Volk

 

Erdhummelkönigin mit Krokuspollen - Foto: Helge May

Erdhummelkönigin mit Krokuspollen - Foto: Helge May

Um "Hilfe für Ihre Majestät" bittet der NABU. Das Frühlingswetter hat die flauschigen Hummelköniginnen geweckt. Nun suchen sie Nahrung und einen Platz für die Gründung eines eigenen Volkes. Wer eine entkräftete Hummel findet, kann ihr mit Zuckerlösung leicht wieder auf die Beine helfen.

Wenn man eine entkräftete Hummel im Garten oder auf der Terrasse findet kann man sie ruhig mit bloßen Händen oder einem Stück Papier vorsichtig aufheben. Dann sollte man einen halben Teelöffel Zucker in etwas lauwarmem Wasser auflösen und dem Tier per Löffel anbieten.
Wenn man genau hinguckt, sieht man sogar, wie der lange Saugrüssel ausfährt und die Hummel trinkt. Innerhalb einiger Minuten kann sich das Tier dann mit bis zu einem Drittel Teelöffel Energie betanken. Mit solch einer Rettungsaktion hilft man nicht nur einer einzelnen Hummel, die Königinnen gründen nun ihre Völker mit später hunderten Arbeiterhummeln

Ohne die rund 500 Hummelarten weltweit gäbe es weit schmalere Obsternten. Ohne sie wären unsere Wiesen und Gärten artenarm, denn sie sorgen durch die Bestäubung auch sehr vereinzelt stehender Pflanzen für Artenvielfalt, betont der NABU. "Und dabei sind sie äußerst friedliche Gesellen, die wirklich nur im Notfall stechen", erklärt NABU-Geschäftsführer Sönke Hofmann und lacht, "mich hat in meiner Kindheit ein einziges Mal eine gestochen - als ich in einer Fingerhutblüte mit dem Zeigefinger nach ihr geprokelt habe."


Pestizidbericht Baden-Württemberg

Der NABU hat den ersten Pestizidbericht für Baden-Württemberg vorgestellt. Hintergrund ist die Diskussion im Landtag um die Erarbeitung einer Strategie zur Pestizidreduktion, mit der auch ein Beitrag gegen das Insektensterben geleistet werden soll. „Wir fordern den Pestizideinsatz in Baden-Württemberg bis 2025 um 50 Prozent zu reduzieren. Wie das gehen könnte und wo das Land auf dem Weg dorthin aktuell steht, zeigen wir mit unserem Pestizidbericht“, sagt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle im Rahmen einer Pressekonferenz. >> Mehr
Agarminister Hauk von der CDU hält die Forderung des NABU für „absoluten Blödsinn“. Das SWR-Fernsehen hat am 22.03.2018 einen kurzen Bericht dazu gebracht – schauen Sie sich den mal an. >> Mehr

Passend dazu:

Glyphosat und Neonicotinoide sollen in Bretten auf städtischen Flächen verboten werden
Der Brettener Ortsverein fordert, dass Glyphosat und Neonicotinoide in Bretten auf städtischen Flächen verboten werden. Im Anschluss an einen Vortrag von Sabine Holmgeirsson, ehrenamtliche Fachbeauftragte des NABU für Wildbienen und Pflanzenschutz, informierte Norbert Fleischer, Vorsitzender des NABU Bretten, die zahlreichen Besucherinnen und Besucher darüber. Am 12. April 2018 wird sich der Vorstand des NABU Bretten mit dem Bürgermeister treffen. >> Mehr


"SAUBERHAFTES Sinsheim"

- Abschluß in Weiler

Gut 26 Leute versammelten sich am Samstag um 9 Uhr zum Müllsammeln um die Burg Steinsberg. Auch vier Vertreter des NABU Sinsheim waren dabei.

Als Dank gab es vom Ortsvorsteher Manfred Wiedl zum Abschluß noch etwas zu Essen & Trinken!

Tolle Aktion!

20.03.2018


Aus der RNZ, Sinsheimer Ausgabe, vom 9.März 2018
Aus der RNZ, Sinsheimer Ausgabe, vom 9.März 2018

Aus der RNZ, Sinsheimer Ausgabe, vom 6.März 2018
Aus der RNZ, Sinsheimer Ausgabe, vom 6.März 2018

RNZ vom 26.02.2018
RNZ vom 26.02.2018

Auffällige Wölfe und der Umgang mit ihnen

 

Interview mit Artenschutzreferentin Felicitas Rechtenwald

 

Der NABU Baden-Württemberg weist Forderungen zurück, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen. Das ist nach Einschätzung des Naturschutzbunds weder sinnvoll noch notwendig....mehr>>

Wolf - Foto: Wolfgang Ewert

Wolf - Foto: Wolfgang Ewert


In diesem Zelt kann unsere Naju sogar Feuer machen

Große Freude bei unserer Naturschutzjugend: aus einer Stiftung bekam sie zum Jahresausklang eine erkleckliche Summe zum Kauf eines großen Indianerzeltes. Jetzt wurde das Tipi ausprobiert und bewährte sich gut. Es ist schnell aufgebaut, der Boden wird  mittels Reißverschluss  verbunden. Lässt man den Boden weg kann man, dank einer Rauchklappe in der Spitze, in dem Baumwollzelt sogar Feuer machen.  Die Gruppentreffen auf der Naju-Wiese  sind dadurch wetterunabhängiger. Beim Januartreff wärmte sich die Gruppe, nach dem Reinigen einiger Nistkästen und verschiedener Aktivitäten und Spiele im nahen Wald, im Zelt mit heißem Tee auf. Und bestimmt wird, wenn es wärmer wird, auch so manches Mal darin übernachtet.

 


Neu auf unserer Seite: Livestream aus dem Meisenkasten von Vogelfan Alexander Fuhr

Die Livestreams findet ihr unter http://www.nistkasten-livestream.de/.

Hier ein spannendes Beispielvideo aus seiner Sammlung:

Zur Zeit nutzt eine Meise den Kasten zum Übernachten. Wir sind gespannt, wann sie anfängt, ein Nest zu bauen!


Nistkasten-Reinigung

Am Samstag, den 9.12.17 stand beim NABU Sinsheim die Nistkastenreinigung an zwei Artenschutztürmen auf dem Programm, im Wiesentalweg und in der Friedrich Ebert Straße.

 

Im Wisentalweg galt es 13 Nistkästen zu kontrollieren, zu protokollieren und zu reinigen.Mit Freuden konnte festgestellt werden, dass von diesen 13 Kästen aktuell acht genutzt werden. U.a haben wir Nester von folgenden Vögeln gefunden: Feldsperling, Meise, Kernbeißer,  vermutl. Eule.

 

Relativ flott ging die Arbeit vonstatten. Nicht zuletzt durch die Leitersicherung, die aufgrund von Glatteis durch das Auto erfolgen musste und somit felsenfest stand.

 

Im Anschluss machten wir uns direkt auf den Weg zum Artenschutzturm in der Friedrich Ebert Straße.

 

Dort sind insgesamt 15 Kästen angebracht. 13 Nistkästen und zwei Fledermauskästen.Manche Nistkästen haben hier drei Nistkammern, wodurch sich Nistmöglichkeiten für 25 Vögel bieten.

 

Auf den oberen Nistkästen haben es sich auch Tauben bzw. Krähen gemütlich gemacht.

 

Auch hier wurde jeder Kasten genauestens kontrolliert, protokolliert und gereinigt.

 

Wir fanden u.a Nester von Rotschwanz, Sperling, Meise, Rabe/Krähe.. Insgesamt waren es hier acht genutzte Kästen. Bei drei weiteren wurde der Nestbau begonnen aber nicht beendet.In den kommenden zwei Monaten sollen auch die restlichen Nistkästen im Sinsheimer Stadtgebiet kontrolliert und gereinigt werden.

 

Neue Gesichter sind gerne gesehen. Bei Interesse informieren wir Sie gerne und binden Sie selbstverständlich auch gerne in unsere Aktionen mit ein.

 

Bericht: Steffen Moberg, unterstützt von Daniel Schmitt

 

 

 


Der Star des Jahres 2018

Der Star ist "Vogel des Jahres 2018". Der schillernde Geselle überzeugte die Jury vom NABU und seinem bayrischen Partner LBV durch seine großen Talente als Stimmenimitator und Formationskünstler. Als gefährdeter Vogel hat er zusätzlich Aufmerksamkeit verdient. Gifte in der Landwirtschaft und mangelnder Lebensraum lassen die Starenbestände deutlich schrumpfen.

Wie zaubern 100.000 Vögel als Schwarm faszinierende Bilder in den Himmel? Kann ein Vogel tatsächlich wie ein Hund bellen und wie eine Alarmanlage klingen?

Entdecken Sie spannende Fakten zum Star

Foto: Hagen Schmid
Foto: Hagen Schmid

Für alle, die nicht bis zum nächsten Ausflug warten möchten, lohnt sich der Blick ins Video zum Vogel des Jahres.