RÜCKBLICK



Fledermauswinterquartier “lost place”

Umgestaltung altes Wasserreservoir Sinsheim-Dühren  findet neue Nutzung

Einsam liegt das Areal am Waldrand, nur selten verirren sich Spaziergänger über den zugewachsenen Weg hierhin. Gleichzeitig einmal angekommen ist der Blick über die Streuobstwiesen, den gesamten Ort bis weit in den Odenwald und zum Königsstuhl grandios. So schön, dass vor vielen Jahren sogar einmal der Plan bestand, eine Aussichtsplattform mit Bank dort einzurichten. Das Gebäude selbst ist von den umgebenden Bäumen etwas zugewachsen aber baulich noch sehr gut in Schuss, ebenso die tief im Hang liegenden Wasserspeicher, einzig die zahlreichen Glasscherben im Gebäude erinnern an einen länger zurückliegenden Einbruch.
Bei einem Kontrollgang vor Ort kam Revierleiter Dietmar Weiland dann eine zündende Idee. Könnte dieser Ort nicht in ein Fledermauswinterquartier umgerüstet und damit einem sinnvollen Zweck zugeführt werden?
Zum Hintergrund: Viele Fledermausarten verbringen den Winter in einem tiefen Winterschlaf, hierfür benötigen sie ein ungestörtes, frostsicheres aber dennoch kühles (ca. 5 Grad) und temperaturbeständiges Quartier mit hoher Luftfeuchtigkeit. So überwintern in der Region viele Tiere zB in den Katakomben im Heidelberger Schloss, in Burgruinen, ehemaligen Eiskellern oder ähnlichen Lokationen.
In Zusammenarbeit mit dem Fledermaussachverständigen vom NABU Sinsheim, Jörg Fürstenberger, wurde dann ein Konzept erstellt und das nötige Material besorgt. Bewährt haben sich hier Porotonsteine oder sonstige geeignete Steine mit Spalten aus dem Handel und Fachhandel, in denen die Tiere ihre winterlichen Hangplätze finden. Diese werden idR senkrecht aufgehängt oder angeschraubt mit freiem Anflug von unten.
Nach den Vorbereitungen konnte in Zusammenarbeit von Dietmar Weiland mit Ehrenamtlichen des NABU Sinsheim die Umsetzung bei einem gemeinsamen Arbeitseinsatz erfolgen. Die Steine wurden in Metallgestellen und sonstigen geeigneten Orten aufgestellt / aufgehängt und an unterschiedlichen Stellen im Gebäude angebracht. Weitere Fledermauskästen unterschiedlicher Bauart wurden als zusätzliches Angebot angebracht.
Ein wichtiger Teil des Projektes war die Gestaltung eines fledermausgerechten Einflugs. Bisher hatten die Tiere keine Möglichkeit ins Gebäude zu gelangen.
Im Anschluss wurde das Gebäude noch vom Müll befreit.
Nun steigt die Spannung, ob das neue “Mehrfamilienhaus” von den Tieren angenommen wird. Im Januar soll hier vorsichtig nachgeschaut werden.
Ein zünftiges Vesper inmitten der wunderbaren Aussicht durfte zum Abschluss nicht fehlen.

Gemeinsame Müllsammelaktion mit der TSG Hoffenheim, AOK und dem NABU Sinsheim – Samstag, 14. März 2026

 

Nach der sehr erfolgreichen Aktion im letzten Jahr fand wieder die gemeinsame Müllsammelaktion rund um die PreZero Arena statt. In diesem Jahr beteiligt sich auch die AOK an der Aktion.

Unachtsam weggeworfen, achtsam gesammelt

Am Treffpunkt vor dem Bundesliga-Stadion gab’s ein Gruppenbild. Foto: Alexander Becker

Etwa 50 Erwachsene und 25 Kinder trafen sich ab 12 Uhr am Freibadparkplatz in Sinsheim, um die gemeinsame Müllsammelaktion zu starten. 

Es wurden fünf Gruppen gebildet: die Bach-, Biber-, Industrie-, Rad- und Stadtgruppe. Erfreulicherweise waren gerade auch die Kinder mit sehr viel Eifer beim sammeln dabei, angefangen bei Unmengen weggeworfenen Zigarettenstummeln bis hin zu größeren Fundstücken, welche abfotografiert und  im Anschluß vom städtischen Bauhof separat abgeholt wurde. 
Die Sammlung erfolgte in Richtung Arena, dort war dann der Abschluß, sämtliche Müllsäcke wurden dort abgeladen. Und zum Dank durfte jeder Mitsammler die anschließende Erstliga-Begegnung gegen den VfL Wolfsburg in der Arena mitverfolgen - inkl. einem Essens- und Getränkegutschein. 

Es war eine rundum Gelungene Aktion. Vielen herzlichen Dank an alle Helfer:innen und Organisator:innen!

 

 


Viele Hände, schnelles Ende – Krötenzaun in Zuzenhausen erfolgreich gestellt


Ganz nach dem Motto „Viele Hände, schnelles Ende“ wurde am 21.2.2026 der Krötenzaun zwischen Zuzenhausen und Horrenberg gestellt. Trotz regnerischem und grauem Wetter war die Stimmung durchweg gut – und die Arbeit ging dank der zahlreichen Helferinnen und Helfer erfreulich schnell voran.

Die Strecke gehört mit zu den bedeutendsten Amphibienwanderkorridoren im Kraichgau und beherbergt eine besonders große Erdkrötenpopulation – möglicherweise eine der größten der Region. In manchen Jahren wurden hier bis zu 3.000 Tiere gezählt. Umso wichtiger ist der rechtzeitige Aufbau des Zauns, damit Kröten, Frösche und Molche sicher entlang der Strecke geleitet und von der Krötengruppe über die Straße gebracht werden können. Mit Spannung erwarten wir, wie viele Tiere in diesem Jahr unterwegs sein werden.

Für die gewohnt gute Verpflegung war ebenfalls gesorgt: Kaffee, Wasser sowie Hefezopf, Nusszopf und Kuchen stärkten die Helferinnen und Helfer und boten Gelegenheit für Gespräche und Austausch.

Im Rahmen der anstehenden Landtagswahl am 8. März hatten wir zudem die demokratischen Kandidatinnen und Kandidaten aus dem Wahlkreis eingeladen, unsere praktische Naturschutzarbeit kennenzulernen. Ziel war es, direkt über Themen wie Artenschutz, Flächenverbrauch, Biotopverbund und die Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen ins Gespräch zu kommen. Jan-Peter Röder, Landtagskandidat der SPD, packte vor Ort mit an und stellte sich den Fragen der Ehrenamtlichen. Auch der Landtagsabgeordnete Hermino Katzenstein (Grüne) kam vorbei und nutzte die Gelegenheit zum Austausch.

 

Ein herzliches Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer, die mit ihrem Einsatz zum Schutz der Amphibien beigetragen haben.


Kopfweidenpflege in Daisbach

zusammen mit dem BUND Daisbach am 7.2.2026

Wir haben´s  mit angepackt!

Mit dem BUND Daisbach haben wir die Weiden am "Daisbächlein" und "Röhrlein" geschnitten. Eine tolle Aktion für die Artenvielfalt und die Landschaftspflege. 

Und wie im Vorfeld  versprochen... gute Stimmung, gutes Wetter und gute Verpflegung nach dem Einsatz


Vitalpilz-Workshop am 25.1.2026

Wie geplant fand am Sonntag, 25.1.2026 unser Vitalpilz-Workshop am Trimm-Dich-Pfad "Hasenlauf" in Sinsheim statt. Es war sehr kalt aber trocken und gut besucht. Der Pilzsachverständige Nils Dellinger führte uns sehr unterhaltsam durchs Programm.

 

Nach einer kleinen Einführung zogen wir los,  mit Tasche oder Körbchen ausgestattet, um nach heimischen Heilpilzen zu suchen. Nils beantwortete sehr kompetent und verständlich unsere vielen Fragen und zeigte uns ideale Wachstumsbedingungen und Standorte - manche der Pilze  waren für das ungeübte Auge sogar erst nach dem zweiten oder dritten hinschauen zu erkennen. Und erstaunt waren viele von uns, dass sich doch auch zu dieser Jahreszeit so viele Pilze im Wald tummeln. 

 

Beendet wurde die Vitalpilzwanderung wieder am Treffpunkt. Bei heißem Tee und Hefegebäck tauschten wir uns noch abschließend aus, letzte Fragen wurden auch noch beanwortet, und Nils schaute nochmal in alle Körbe und Taschen und kontrollierte die gesammelten Pilze. Vielen Dank auch an Nils für die informative und kurzweilige Exkursion.

A.Huber

... und noch mehr      ---  PILZE   PILZE   PILZE ---

Fotos: G. Rasig, B. Volz., B. P., A. Huber

Hohlwege und die Beschilderung um Sinsheim

Die mangelnde Beschilderung einiger Hohlwege um Sinsheim veranlasste unser Nabu-Mitglied Ulrich Kretz, dieses der Stadtverwaltung zu melden und Erneuerung bzw. allgemeine Recherche früherer Schilder anzukurberln.

Bei den drei noch vorhandenen Hohlen sind noch Schilder aufgestellt, welche jedoch alle praktisch nicht mehr lesbar sind. 

Die Stadtverwaltung Sinsheim, Amt für Stadt- und Flächenentwicklung, möchte sich nun der Thematik annehmen und nach ansprechender vorbildlicher Beschilderung in der Umgebung diese eventuell in gesamtstädtischem Konzept überarbeiten.

 

 

 

Original Unterlagen von 95-97 zur Beschilderung der Bruchhohle oder Bruchberg-Hohle, Elsenzer-Weg-Hohle und Welscher-Rain-Hohle. 


Satzungsänderung


Auf unserer Jahreshauptversammlung am 09.03. 2020 wurde über eine Satzungsänderung entschieden. Deshalb findet man Hier die neue Satzung

Kibitz-Vorkommen melden

Der Rückgang der Kibitzbestände ist erschreckend. Uns interessiert sehr, welche Vorkommen es bei uns noch gibt. Wer Kibitz-Habitate im Sinsheimer Kraichgau kennt oder vermutet, bitte melden

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